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	<title>Ellas</title>
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		<title>TRAUER</title>
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		<pubDate>Sun, 05 Jul 2009 19:39:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[leise]]></category>
		<category><![CDATA[Tänen]]></category>
		<category><![CDATA[Trauer]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Mensch trauert leise,
kaum merklich, jeder auf seine Weise.
In der Stille ist die Trauer groß,
in uns drinnen lässt uns die Trauer nicht immer los.
Die Trauer über Tod, Verlust und Gedanken,
kann sich wie eine Liane um die Seele ranken.
Nicht wirklich gut für schöne Gedanken.
Tränen drücken Trauer aus,
bringen diese in Wasserform heraus.
Von Wasser lebt der Mensch sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Der Mensch trauert leise,</p>
<p style="text-align: center">kaum merklich, jeder auf seine Weise.</p>
<p style="text-align: center">In der Stille ist die Trauer groß,</p>
<p style="text-align: center">in uns drinnen lässt uns die Trauer nicht immer los.</p>
<p style="text-align: center">Die Trauer über Tod, Verlust und Gedanken,</p>
<p style="text-align: center">kann sich wie eine Liane um die Seele ranken.</p>
<p style="text-align: center">Nicht wirklich gut für schöne Gedanken.</p>
<p style="text-align: center">Tränen drücken Trauer aus,</p>
<p style="text-align: center">bringen diese in Wasserform heraus.</p>
<p style="text-align: center">Von Wasser lebt der Mensch sehr gut,</p>
<p style="text-align: center">so steigt nach der Trauer auch wieder der Mut</p>
<p style="text-align: center">- auf etwas Neues, das tut gut.</p>
<p>Ella</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
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		<title>WARTEN</title>
		<link>http://literatussis.com/blogs/ellas/2009/06/30/warten/</link>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 09:14:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[warten]]></category>

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		<description><![CDATA[Warten auf die Zeit,
die kommt,
warten auf den Tag,
der bedeutungsvoll ist,
warten auf das Glück,
das erlösen soll,
warten auf den Menschen,
der ersehnt wird,
warten auf Ebbe und Flut,
die Bewegung bringen,
- warten ohne Grund dauert nicht so lang.
Ella
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Warten auf die Zeit,</p>
<p style="text-align: center">die kommt,</p>
<p style="text-align: center">warten auf den Tag,</p>
<p style="text-align: center">der bedeutungsvoll ist,</p>
<p style="text-align: center">warten auf das Glück,</p>
<p style="text-align: center">das erlösen soll,</p>
<p style="text-align: center">warten auf den Menschen,</p>
<p style="text-align: center">der ersehnt wird,</p>
<p style="text-align: center">warten auf Ebbe und Flut,</p>
<p style="text-align: center">die Bewegung bringen,</p>
<p style="text-align: center">- warten ohne Grund dauert nicht so lang.</p>
<p>Ella</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>TAG</title>
		<link>http://literatussis.com/blogs/ellas/2009/06/28/tag/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 12:18:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[drehen]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<category><![CDATA[Zeiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Rund um den Tag
dreht sich alles
dreht sich der Rest oft mit Gehetz´
und meistens das Wesentliche zuletzt.
 
Da rasen die Zeiten
es gilt vieles zu verwalten
der Tag immer gleich durch sein Licht
stellt uns die Weichen zum Verweilen,
leben nach Gefühl oder auch nicht.
 
Jeder Morgen ist ein neuer Tag
eine neue Chance raus aus dem Hamsterrad
ein Tag voller Bewegung
steht für ein stetiges Geben [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Rund um den Tag</p>
<p style="text-align: center">dreht sich alles</p>
<p style="text-align: center">dreht sich der Rest oft mit Gehetz´</p>
<p style="text-align: center">und meistens das Wesentliche zuletzt.</p>
<p style="text-align: center"> </p>
<p style="text-align: center">Da rasen die Zeiten</p>
<p style="text-align: center">es gilt vieles zu verwalten</p>
<p style="text-align: center">der Tag immer gleich durch sein Licht</p>
<p style="text-align: center">stellt uns die Weichen zum Verweilen,</p>
<p style="text-align: center">leben nach Gefühl oder auch nicht.</p>
<p style="text-align: center"> </p>
<p style="text-align: center">Jeder Morgen ist ein neuer Tag</p>
<p style="text-align: center">eine neue Chance raus aus dem Hamsterrad</p>
<p style="text-align: center">ein Tag voller Bewegung</p>
<p style="text-align: center">steht für ein stetiges Geben und Nehmen</p>
<p style="text-align: center">für ein aktives Leben ohne Verdruss</p>
<p style="text-align: center">lieber mit Genuss.</p>
<p>Ella</p>
<p> </p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>MERLE UND DIE PERLE</title>
		<link>http://literatussis.com/blogs/ellas/2009/06/28/merle-und-die-perle/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 10:45:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Idee]]></category>
		<category><![CDATA[Klarheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mut]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich hab´keinen Bock mehr, verdammt, ihr könnt mich mal&#8221;, fluchte Merle vor sich hin, während sie die herumliegenden Zeitungen vom Fußboden ihrer Wohnung aufsammelte. Marc hatte &#8211; wie jeden Morgen &#8211; alles einfach liegen gelassen. Er kümmerte sich nie um die banalen Alltäglichkeiten in ihrer gemeinsamen Wohnung. &#8220;In Ordnung&#8221;, dachte sie wortwörtlich, &#8220;ich glaube, ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ich hab´keinen Bock mehr, verdammt, ihr könnt mich mal&#8221;, fluchte Merle vor sich hin, während sie die herumliegenden Zeitungen vom Fußboden ihrer Wohnung aufsammelte. Marc hatte &#8211; wie jeden Morgen &#8211; alles einfach liegen gelassen. Er kümmerte sich nie um die banalen Alltäglichkeiten in ihrer gemeinsamen Wohnung. &#8220;In Ordnung&#8221;, dachte sie wortwörtlich, &#8220;ich glaube, ich muss in meinem Leben etwas in Ordnung bringen. Irgendwie bin ich aus der Spur geraten.&#8221; Und ohne lange zu überlegen, packte sie ein paar persönliche Dinge und ihre Lieblingsklamotten in eine Reisetasche, legte einen Zettel auf den Fußboden für Marc mit den Worten &#8220;Melde mich, bin einige Zeit weg&#8221;, und verließ die Wohnung.</p>
<p>Vor der Haustür drehte Merle den Kopf einmal nach rechts und einmal nach links und entschied sich dann nach links zu gehen. Sie hatte gar keinen Plan, wohin sie wollte, aber genau das wollte sie, keinen Plan haben, alles mal laufen lassen, raus aus dem Alltagstrott, Verpflichtungen, Terminen, Zwängen&#8230;</p>
<p>Mittlerweile war es dunkel geworden. Schon vor ein paar Tagen hatte Merle daran gedacht, wegzufahren, hatte aber dann wieder die Vernunft walten lassen, da zu viele berufliche Termine in ihrem Job als Marketingleiterin anstanden und überhaupt viele Verpflichtungen. Jetzt hatte sie den Punkt überschritten, sie hatte eine irre Wut in sich, über sich selbst und die anderen, weil sie ihr immer so viel abverlangten, immer erwarteten, dass sie alles meisterte. Sie kam am Hyatt Hotel vorbei. Dort wollte sie schon immer mal übernachten, hatte Marc oft genug zu verstehen gegeben, wie schön sie es fände, wenn er sie einmal damit überraschen würde, dass er sie beide im Hyatt einquartiert hätte. Marc ignorierte ihre Wünsche, täglich, und von je her. &#8220;Eigentlich ist er ein riesiger Egoman&#8221;, dachte Merle so bei sich und ging entschlossen auf die Eingangstür des Hyatt zu. Als sie die Eingangshalle des Hotels betrat bekam sie sofort das Gefühl, dass sie hier richtig war, und nahm sich ein Zimmer für diese Nacht.</p>
<p>Sie schlief wunderbar in dieser Nacht, entspannt und tief, so dass sie sich am nächsten Morgen wie selten zuvor energiegeladen und ausgeglichen fühlte. Sie blieb noch lange im Bett liegen, bis sie Hunger und einen großen Drang nach einem Kaffee verspürte. Noch hatte sie keine Idee, wie es weiter gehen sollte, aber sie fühlte sich gut, richtig gut, und das war zunächst erst mal wichtig. Erst jetzt nahm sie wahr, dass sie sich nicht mehr wohlgefühlt hatte mit Marc, mit ihrem Leben in der gemeinsamen Wohnung, mit den vielen Terminen, ob privat oder beruflich. Nun war Merle ganz klar, dass sie etwas ändern musste, sie allein konnte das ändern, und sie würde es auch tun. Ihr fiel es nicht leicht zuzugeben, dass das Leben, was sie jetzt führte, nicht wirklich mit ihr mit ihrem Gefühl zu tun hatte. Das hatte sie vorher nicht gewusst, sie hatte immer davon geträumt, ein Leben wie das jetzige zu führen, und sie hatte immer geglaubt, dass sie dann glücklich werden würde. Sie hatte das alles so gebraucht, um zu erkennen, dass es nichts für sie ist. Eigentlich wollte sie lieber in einem kleinen ruhigen Örtchen im Grünen leben, mit wirklich netten interessierten Menschen um sie herum, einen Garten anlegen, Kinder haben, Familie, Liebe auf echtem Niveau&#8230;</p>
<p>Entschlossen stand Merle aus dem Bett auf, freute sich auf den Kaffee, das Leben, was sie sich eben ausgemalt hatte, das Leben, das sie von nun an gewillt war zu führen. Als ihr Fuß den Boden berührte schrie sie laut &#8220;Aua&#8221;. Sie schaute unter ihren Fuß, sie war auf einen harten Gegenstand getreten, und wunderte sich sehr, was sie dort fand: Eine kleine schwarze Perle. &#8220;Seltsam&#8221;, dachte Merle, &#8220;sehr seltsam&#8221;! Sie hob die kleine Perle auf, betrachtete sie von allen Seiten, die schwarzglänzende Perle schimmerte zwischen ihren Fingern, sie hielt sie hoch gegen die Sonne, Merle konnte gar nicht aufhören, diese schöne Perle zu betrachten, die ihr wohl für immer und ewig ein Symbol sein würde für ihre Entschlossenheit, ihr Leben zu ändern.</p>
<p>Ella</p>
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		<title>MUTTERSEIN</title>
		<link>http://literatussis.com/blogs/ellas/2009/06/25/muttersein/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Jun 2009 09:11:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Kind]]></category>
		<category><![CDATA[Mutter]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie trägt dich im Bauch, sie trägt dich im Arm,
ein Kind wird von seiner Mutter in irgendeiner Weise
immer durchs Leben getragen.
Sie beschützt dich als Kind bei Tag und bei Nacht,
ihr Instinkt hat auch später immer dein Leben bewacht.
Eine Mutter ist immer eine Mutter,
ob sie jung ist oder alt,
ob du selbst Kind bist, Mann oder Weib.
Auch wenn [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Sie trägt dich im Bauch, sie trägt dich im Arm,</p>
<p style="text-align: center">ein Kind wird von seiner Mutter in irgendeiner Weise</p>
<p style="text-align: center">immer durchs Leben getragen.</p>
<p style="text-align: center">Sie beschützt dich als Kind bei Tag und bei Nacht,</p>
<p style="text-align: center">ihr Instinkt hat auch später immer dein Leben bewacht.</p>
<p style="text-align: center">Eine Mutter ist immer eine Mutter,</p>
<p style="text-align: center">ob sie jung ist oder alt,</p>
<p style="text-align: center">ob du selbst Kind bist, Mann oder Weib.</p>
<p style="text-align: center">Auch wenn du Kind zur Mutter wirst,</p>
<p style="text-align: center">hat deine Mutter nie ihre Rolle verwirkt.</p>
<p>Ella</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>GLÜCK</title>
		<link>http://literatussis.com/blogs/ellas/2009/06/20/gluck/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jun 2009 09:30:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Ebenen]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>

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		<description><![CDATA[Glück im Leben
gesellt sich gerne auf tieferen Ebenen
einfach dazu
macht sich nicht fest an Stellen oder Dingen,
Außen gar
Glück trägt man im Herzen
leicht und leise, groß und bewegend
Glück lebt im Bauch und im Kopf, 
deutlich oder ein wenig,
Glück im Leben gibt es auf vielen Ebenen,
einen kleinen Moment oder auch länger,
ist das Glück da, nimm es wahr
lauf nicht so schnell, damit das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Glück im Leben</p>
<p style="text-align: center">gesellt sich gerne auf tieferen Ebenen</p>
<p style="text-align: center">einfach dazu</p>
<p style="text-align: center">macht sich nicht fest an Stellen oder Dingen,</p>
<p style="text-align: center">Außen gar</p>
<p style="text-align: center">Glück trägt man im Herzen</p>
<p style="text-align: center">leicht und leise, groß und bewegend</p>
<p style="text-align: center">Glück lebt im Bauch und im Kopf, </p>
<p style="text-align: center">deutlich oder ein wenig,</p>
<p style="text-align: center">Glück im Leben gibt es auf vielen Ebenen,</p>
<p style="text-align: center">einen kleinen Moment oder auch länger,</p>
<p style="text-align: center">ist das Glück da, nimm es wahr</p>
<p style="text-align: center">lauf nicht so schnell, damit das Glück dich erreicht</p>
<p style="text-align: center">Glück ist immer da, auf vielen Ebenen in deinem Leben.</p>
<p>Ella</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>DASEIN</title>
		<link>http://literatussis.com/blogs/ellas/2009/06/10/dasein/</link>
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		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 03:54:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Dasein]]></category>
		<category><![CDATA[Sein]]></category>
		<category><![CDATA[Tun]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Gegenwart ist schon
Vergangenheit,
die Zukunft nicht real.
Wo bewegst du dich,
im Nachhinein oder im Voraus?
Im Dasein.
Gegenheit ist Zuwart
und
Vergangenzu auch Gegenkunft.
Alles, was du tust, ist Sein.
Alles, was sich bewegt, ist Tun.
Das Dasein, das ist Deins,
Dasein mit Dir.
Ella
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Die Gegenwart ist schon</p>
<p style="text-align: center">Vergangenheit,</p>
<p style="text-align: center">die Zukunft nicht real.</p>
<p style="text-align: center">Wo bewegst du dich,</p>
<p style="text-align: center">im Nachhinein oder im Voraus?</p>
<p style="text-align: center">Im Dasein.</p>
<p style="text-align: center">Gegenheit ist Zuwart</p>
<p style="text-align: center">und</p>
<p style="text-align: center">Vergangenzu auch Gegenkunft.</p>
<p style="text-align: center">Alles, was du tust, ist Sein.</p>
<p style="text-align: center">Alles, was sich bewegt, ist Tun.</p>
<p style="text-align: center">Das Dasein, das ist Deins,</p>
<p style="text-align: center">Dasein mit Dir.</p>
<p>Ella</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>DER LIEBEVOLLE NACHBAR</title>
		<link>http://literatussis.com/blogs/ellas/2009/05/29/der-liebevolle-nachbar/</link>
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		<pubDate>Fri, 29 May 2009 18:12:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Balkon]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbar]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>

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		<description><![CDATA[Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der Wohnung und einen Balkon.  Es wohnten lauter Studenten in dem Wohnblock, viele von ihnen lebten auch alleine in kleinen Appartements, die, die es sich nicht leisten konnten, wohnten zu mehreren in kleinen Wohnungen. Bea fand es schön, mit den anderen zusammen zu wohnen. Sie genoß es jeden Tag, wenn sie zufällig mit Karen, eine französische Studentin, einen Kaffee auf dem Balkon trinken konnte. Karen hatte einen so herrlichen französisch-deutschen Akzent und erzählte ihr oft von Gepflogenheiten der Französinnen.</p>
<p>Vor ein paar Tagen erst, da hatten sie am Abend gemeinsam ihre Mitbewohnerin Romy ins Krankenhaus gebracht, die sich den Fuß ziemlich böse verstaucht hatte. Eine etwas zickige ältere Krankenschwester behandelte die vier Freundinnen etwas abfällig und unfreundlich, weil sie trotz des &#8220;Unglücks&#8221; kicherten. Bea und ihre Freundinnen fanden die Krankenhausatmosphäre total unangenehm und kicherten, um die steife Atmosphäre damit zu vertreiben. Die Krankenschwester machte noch einmal eine ermahnende Bemerkung und ging dann mit Romy zum Röntgen. Kaum dass sie verschwunden war, sagte Karen in ihrer nüchternen französischen Art: &#8220;In Frankreich hätten wir über solche Frauen gesagt, die ist schlecht gebumst&#8221;. Kichernd brachen die drei vor Lachen zusammen. Derartige Bemerkungen und Erlebnisse würde Bea nie vergessen.</p>
<p>Es war immer etwas los, und wenn es nur Geschrei gab wegen der Krümmel, die auf dem Küchenboden herumlagen. Aber eines Tages war Bea ganz alleine in der Wohnung, die drei Freundinnen waren zu ihren Freunden oder Eltern nach Hause verreist. Zum ersten Mal seit langem spürte Bea ein Einsamkeitsgefühl. Sie setzte sich auf den Balkon und versuchte die Ruhe und die Sonne zu genießen. Karen fehlte ihr, hier auf dem Balkon. Überhaupt fehlte ihr jemand, jemand der sie in den Arm nahm, jemand, den sie lieben konnte. Das fiel ihr auf, jetzt, wo sie alleine war, und sie verfiel in eine Traurigkeit, so dass ihr die Tränen aus den Augen schossen. Und sie merkte gar nicht, dass sie dabei beobachtet wurde. Sie ließ ihren Tränen freien Lauf, draußen auf dem Balkon in der Sonne.</p>
<p>Das Einsamkeitsgefühl kam nicht überraschend, Bea kannte es, seit sie ihren Vater durch einen tödlichen Unfall verloren hatte. Das war noch gar nicht lange her, sie war damals 15 Jahre alt gewesen. Sie kam aus der Schule nach Hause, vor dem Haus, es war eines der neuen modernen Hochhäuser, kam ihr ein Junge aus dem Haus entgegen gelaufen und rief ihr zu: &#8220;Dein Vater, er ist tot, er ist von eurem Balkon gefallen&#8221;. Bea weiß noch wie damals, wie sie die Luft anhielt und dachte &#8220;Der Spinner&#8221;. Als sie dann aus dem Fahrstuhl im elften Stockwerk stieg, auf der ihre Wohnung damals lag, kamen ihr viele Männer entgegen, Polizisten, da ahnte sie, dass das was der Junge gesagt hatte, wahr war. Ihre Mutter lag verzweifelt weinend im Bett, ihr kleiner Bruder saß auf dem Teppich in seinem Zimmer herum und redete gar nicht. Ab da hatte sie vergessen,  zu fühlen, zu leben, weil sie nicht glauben wollte, dass das, was sie gerade erlebt hatte, wahr war.</p>
<p>Danach war alles anders, alles, es gab keinen Halt, keine Perspektive, keine Fröhlichkeit mehr. Mit 19 zog sie aus, um in der Kleinstadt zu studieren, wo sie jetzt lebte, um endlich weg von dem Unglück zu kommen, um all das zu vergessen, aber sie hatte ein schlechtes Gewissen gehabt, als sie wegging, weil sie ihre Mutter und ihren Bruder alleine zurückließ. Dennoch war sie froh, hier zu sein, hier im Süden in der Wohngemeinschaft mit ihren Freundinnen. Und wenn sie nicht gerade alleine war, dachte sie nicht an ihre Familie, sie war froh, weit weg zu sein. Bea hatte schon einige Freunde gehabt, aber seit ihr Vater verunglückt war, hatte sie nie mehr das Gefühl, sich wirklich an jemanden binden zu wollen. Zur Zeit war sie solo.</p>
<p>Bea wusste nicht, wie lange sie so in Gedanken alleine auf dem Balkon gesessen hatte. Irgendwann hörte sie es an der Wohnungstür klingeln. Überrascht ging sie zur Tür und öffnete. Vor der Wohnungstür stand ein junger Mann, schnell wischte Bea sich die letzten Tränenspuren aus den Augen. Er schaute sie sehr liebevoll an und sagte ihr, dass er ein Nachbar von gegenüber sei. Er arbeitete gerade an einer Hausarbeit und konnte sich gar nicht mehr konzentrieren, weil er sie die ganze Zeit über von seinem Schreibtisch aus beobachtet hatte. Er würde gerne wissen, warum sie so traurig ist und ob er ihr helfen könne. Bea schaute ihn nur an, die Tränen schossen ihr schon wieder in die Augen, sie stand wie angewurzelt da und wusste nicht, was sie ihm sagen sollte. Da machte er einen Schritt auf sie zu, nahm sie in die Arme, hielt sie fest, streichelte ihr über den Kopf und wartete, bis sie sich beruhigt hatte. Später saßen sie dann zusammen bei einer Tasse Kaffee noch lange, sehr lange auf dem Balkon und Bea redete zum ersten Mal über ihre Einsamkeit, über ihre Traurigkeit und über ihre Geschichte. Der Nachbar blieb noch lange an diesem Abend, und er kam häufig zu Besuch, sie redeten viel, tranken Kaffee, manchmal weinte Bea auch ein wenig, bis sie eines Tages spürte, dass sie sich in ihn verliebt hatte.</p>
<p>Ella</p>
]]></content:encoded>
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		<title>LEBEN</title>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 10:50:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[denken]]></category>
		<category><![CDATA[Gefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Körper]]></category>

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		<description><![CDATA[Wann sind Begebenheiten im Leben verrückt,
wann bin ich einfach nur von ihnen entzückt,
wer regelt das Schlechte und das Gute,
oder wie ist mir dann zumute,
wenn ein Fremder meinen Körper berührt,
ohne dass er mir hat zugehört,
was ich denke und fühle,
wie gibst du dich hin,
mit Gefühl und Verstand,
ich habe das nie gekannt,
erst muss ich fühlen, dann kann ich denken,
mein [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center">Wann sind Begebenheiten im Leben verrückt,</p>
<p style="text-align: center">wann bin ich einfach nur von ihnen entzückt,</p>
<p style="text-align: center">wer regelt das Schlechte und das Gute,</p>
<p style="text-align: center">oder wie ist mir dann zumute,</p>
<p style="text-align: center">wenn ein Fremder meinen Körper berührt,</p>
<p style="text-align: center">ohne dass er mir hat zugehört,</p>
<p style="text-align: center">was ich denke und fühle,</p>
<p style="text-align: center">wie gibst du dich hin,</p>
<p style="text-align: center">mit Gefühl und Verstand,</p>
<p style="text-align: center">ich habe das nie gekannt,</p>
<p style="text-align: center">erst muss ich fühlen, dann kann ich denken,</p>
<p style="text-align: center">mein Leben in die richtige Richtung lenken,</p>
<p style="text-align: center">wozu soll das sein, ist doch alles nur ein Reim,</p>
<p style="text-align: center">auf das Leben und die Gefühle allgemein,</p>
<p style="text-align: center">nicht wirklich verrückt, aber tausendfach entzückt.</p>
<p>Ella</p>
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		<title>TANZ AUF DEM PARKETT</title>
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		<pubDate>Mon, 25 May 2009 11:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>ella</dc:creator>
				<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Grinsen]]></category>
		<category><![CDATA[Kuss]]></category>
		<category><![CDATA[Parkett]]></category>
		<category><![CDATA[Salsa]]></category>
		<category><![CDATA[Tanz]]></category>

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		<description><![CDATA[Caro ist umgezogen, endlich, endlich hatte sie die heißersehnte Dachmaisonettewohnung mit Blick auf den nah gelegenen Fluss bezogen. Nach langer Zeit hat sie mal wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Sie hatte zahlreiche Wohnungen besichtigt, bis sie endlich diese, die schönste gefunden hatte. Während der Besichtigung dieser Dachwohnung pochte ihr Herz vor Aufregung, diese Wohnung sollte es sein. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Caro ist umgezogen, endlich, endlich hatte sie die heißersehnte Dachmaisonettewohnung mit Blick auf den nah gelegenen Fluss bezogen. Nach langer Zeit hat sie mal wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Sie hatte zahlreiche Wohnungen besichtigt, bis sie endlich diese, die schönste gefunden hatte. Während der Besichtigung dieser Dachwohnung pochte ihr Herz vor Aufregung, diese Wohnung sollte es sein. Eine Wohnung ist wie eine dritte Haut, sie bietet Schutz wie die eigene Haut und die Kleidung, die du trägst. Jetzt hatte sie nur noch einen Gedanken: Nie mehr umziehen, nie mehr alle Sachen zusammenpacken, neu sortieren, ausmisten, hoch- und runterschleppen. Alles sieht danach aus, dass sie sich sesshaft einrichten kann. Die Wohnung ist schön aufgeteilt: Im unteren Bereich befindet sich eine großer Wohnessraum mit abgetrennter Einbauküche. Die breite Glasfront lässt viel Licht herein und den Blick in den Himmel und über die Dächer zu. Neben dem Wohnungseingang befindet sich eine Gästetoilette. Im oberen Bereich sind zwei kleinere Zimmer, eines davon nutzt Caro als Arbeitszimmer, eines als Schlafzimmer. Ein Manko jedoch hatte die neue Wohnung: Der Bodenbelag im Wohnessbereich sieht abgenutzt, schmudelig und unschön aus, den musste sie unbedingt erneuern. Doch leider hat Caro handwerklich so gar nichts drauf. Und sie hatte auch keine Lust darauf zu hoffen, dass irgendjemand aus ihrem Bekanntenkreis sich erbarmen würde, ihr einen neuen Fußboden zu verlegen. Also erst einmal das tun, was sie tun kann, Kartons auspacken, Bilder aufhängen, putzen, sortieren und einräumen.</p>
<p>Ein paar Wochen später, als das meiste Geschirr bereits in die Küchenschränke geräumt war, die Bilder an den Wänden hingen und nur noch wenige unausgepackte Kartons in Caros Schlafzimmer herumstanden, setzte sie sich mit einer Tasse Kaffee auf ihre Dachterrasse und blätterte in der Stadtrevue. Sie schaute sich die Kleinanzeigen an. Unter &#8220;Jobs&#8221; fands sie eine Anzeige, mit der ein Handwerker seine Hilfe beim Verlegen von Parkettarbeiten anbot. Das ist die Lösung, dachte sich Caro. Sofort griff sie zum Telefon und wählte die angegebene Handynummer.</p>
<p>Als sie am nächsten Tag von der Arbeit nach Hause kam, stand wir verabredet der Handwerker vor ihrer Tür, den sie tags zuvor auf Grund der Anzeige angerufen hatte. Er war ein dunkelhäutiger kräftig gebauter Mann mit kohlrabenschwarzen glatten Haaren &#8211; ein südländischer Typ. Er lächelte nett und begrüßte Caro mit einem &#8220;Hola&#8221; und nannte seinen Namen. Pablo, ein Südamerikaner, sprach nur gebrochen Deutsch und mischte immer wieder mal, wenn er Fragen stellte, deutsche und spanische Wörter in einen Satz. Nachdem Pablo sich einen Überblick über die anstehenden Arbeiten im Wohnessraum verschafft hat, nannte er seinen Preis und teilte mit, dass er sofort morgen mit den Verlegearbeiten beginnen könne. Er bot sich auch an, noch heute mit Caro in den Baumarkt zu fahren, um das nötige Material zu besorgen. Die Werkzeuge und Maschinen, die er für die Verlegearbeiten für das neue Parkett benötigte, würde er mitbringen. Caro war begeistert und sie fuhren sofort mit ihrem Auto in den nächstgelegenen Baumarkt. Während des Einkaufs konzentrierte sich Pablo ausschließlich auf die zu besorgenden Dinge: Parkett, Dämmschutz, Leisten und vieles mehr. Caro verlies sich voll und ganz auf Pablo und legte alles in den Einkaufswagen, war er ihr in die Hand gab. Wieder zu Hause angekommen trugen sie gemeinsam die Sachen in die Wohnung. Pablo grinste sie mit einem Lächeln an, so als wolle er sagen, dass er sehr zufrieden mit sich und diesem Job ist. In seinem halb Spanisch- halb Deutsch bat er sie noch um den Wohnungsschlüssel, damit er gleich morgen früh, an einem Donnerstag morgen, wenn sie aus dem Haus war, mit den Arbeiten beginnen konnte.</p>
<p>Caro kam ziemlich erledigt am Donnerstag von der Arbeit nach Hause. Fast hatte sie vergessen, dass Pablo bei ihr zu Hause rumwerkelte, es fiel ihr erst wieder ein, als sie die Haustür aufschloss. Einen kurzen Moment war sie genervt, weil sie nun nicht wie gewohnt dem nachgehen konnte, was sie sonst so tat, wenn sie von der Arbeit nach Hause kam. Außerdem hatte sie Hunger und wollte erst einmal etwas kochen. Vielleicht war Pablo ja auch schon für heute fertig mit seiner Arbeit bei ihr in der Wohnung. Im Treppenhaus vernahm sie allerdings Sägegeräusche, die nur aus ihrer Wohnung kommen konnten. Pablo war also noch da. Sie betrat die Diele ihrer Wohnung und war sofort von dem Staub, der durch die Luft wirbelte, und dem Sägegeräusch völlig eingenommen, und ging deutlich genervter in den Wohnessraum. Pablo stand mit dem Rücken zu ihr vor seiner Sägemaschine und bemerkte sie gar nicht. Aus einem mit weißer Farbe besprenkelten Kassettenrecorder hörte sie leise Salsamusik. Viel war auf dem Boden noch nicht getan, es lag nur unendlich viel Staub und Holzreste herum. Hier war an Kochen gar nicht zu denken. Sie fragte Pablo, ohne ihn begrüßt zu haben, wie lange er denn heute noch arbeiten wollte. Er schaute sie ruhig mit seinen braunen Augen an, grinste sein stolzes Handwerkergrinsen, sagte kurz &#8221;Hola&#8221; und konzentrierte sich wieder auf die Sägearbeiten. Nach ein paar Minuten machte er die Maschine aus, fuhr sich mit einer Handbewegung über die Haare, um sie vom Staub zu befreien, und teilte ihr mit, dass er für heute Schluss macht.</p>
<p>Pablo kam am Freitag, am Samstag und am Montag wieder zum Arbeiten. Mittlerweile hatte sich Caro schon daran gewöhnt, ihn mit seinen verstaubten Haaren und breitem Grinsen in ihrer Wohnung vorzufinden und die immer gleiche Salsamusik zu hören. Doch heute hörte sie keine Arbeitsgeräusche mehr, als sie die Wohnungstür aufschloss, lediglich die Salsamusik lief. Vorsichtig betrat sie ihr Wohnesszimmer. Das neue Parkett funkelte ihr entgegen, die Sonne strahlte auf den wunderschönen neuen Holzfussboden, nichts lag weiter darauf herum, alles war staubfrei, keine Maschine stand im Weg, und Pablo lehnte seelenruhig an der Theke zur ihrer Küche mit einer Tasse Kaffee in der Hand. Eine weitere Tasse stand auf der Theke, die er ihr wortlos reichte. Viele Worte hatten sie in den vergangenen Tagen sowieso nicht gewechselt.</p>
<p>Pablo hatte bislang den Eindruck gemacht, dass er ein eher ruhiger wortkarger Typ ist. Stolz schaute er Caro an, stolz betrachtete er den glänzenden Holzfussboden. Dann grinste er wieder sein offenes fröhliches Grinsen und trat zwei Schritte näher an sie heran. Er nahm ihr die Kaffeetasse wieder aus der Hand, stellte beide Tassen auf der Küchentheke ab, nahm Caros rechte Hand in seine linke Hand, streckte ihrer beider Arme aus, zog Caro noch ein wenig näher an sich heran und deutete ihr Tanzschritte an, Salsatanzschritte. Caro hatte noch nie Salsa getanzt. Sie hatte überhaupt noch nie in irgendeiner ihrer Wohnungen mit einem Mann irgendeinen Tanz getanzt. Sie spürte, wie sich kleine Schweißperlen auf ihrem Nasenrücken ansammelten, sich bei ihr eine innere Hitze durch die Nähe von Pablos Körper ausbreitete. Pablo blieb ruhig und steuerte sie leicht und sicher über den Parkettboden, immer im Rhythmus der Salsamusik. Nach ein zwei Musikstücken fiel der erste Stress von Caro ab, sie entspannte sich in Pablos Armen und zur Musik und folgte immer sicherer seinen Schritten und dem Rhythmus. Pablo war inzwischen so tatkräftig geworden, dass Caro gar nicht mehr nachdenken konnte, welche Schritte sie machen musste, sie tanzte, tanzte, wirbelte herum, grinste ihn an, fühlte die Hitze, sah das glänzende Parkett unter ihren Füßen und hatte ein ebenso breites Grinsen im Gesicht, wie Pablo.</p>
<p>Caro konnte nicht sagen, wie lange sie getanzt hatten, doch irgendwann einmal war die CD abgelaufen und man hörte nur noch ihre Atemzüge im Raum. Sie hatten die ganze Zeit noch kein einziges Wort gesprochen. Caro griff zu dem inzwischen kaltgewordenen Kaffee und trank ihn mit einem Schluck herunter. Schweißperlen liefen ihr den Hals herunter, sie war vom Tanzen völlig verschwitzt. Pablo trat wieder auf sie zu und wischte ihr den Schweiß mit der ebenso leichten Bewegung von der Stirn, wie sie es die Tage zuvor immer wieder bei ihm gesehen hatte, wenn er sich den Staub von seinen Haaren wischte. Dann spürte sie seine Hand in ihrem Nacken und den leichten Druck, der ihr andeutete, dass sie näher kommen sollte, sie dachte, er wolle weiter tanzen und schaute zu ihm hoch, stellte die Tasse hastig auf die Theke ab und automatisch den Fuß zu einem ersten Tanzschritt nach vorne. Doch er drückte ihr nur einen leidenschaftlichen langen, sehr langen innigen Kuss auf ihre Lippen und zog sie herunter auf den neuen glänzenden Parkettboden.</p>
<p>Ella</p>
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