Roman
„Mareike“ … Immer wieder hörte Fernando in den kommenden Stunden diesen Namen aus Carlos Mund. Was hatte das zu bedeuten? Warum flüsterte Carlo ständig diesen Namen? Fernando sah grübelnd vor sich hin. Er wurde aus der ganzen Sache nicht schlau. War es nicht Carmen, die Carlos Gehirn dermaßen vernebelte, dass dieser keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte? Was war aber mit Mareike? Sicher, die junge Frau war eine nicht zu übersehende Erscheinung, aber mit Carmen nicht zu vergleichen. Fernando war noch mit seinen Gedanken beschäftigt, als genau diese Mareike den Raum betrat.
„Hallo Fernando, wie geht es Carlo?“, fragte Mareike vorsichtig. „Keiner kann im Moment eine sichere Antworten geben“, antwortete Fernando und sah Mareike prüfend an. „Warum bist du hier Mareike?“ „Ich musste immer wieder an den Unfall denken und möchte dir gern helfen Fernando.“ Fernando schüttelte den Kopf. „Mareike, im Moment müssen wir abwarten, was die kommende Zeit bringt, aber vielleicht kann Carmen von uns allen am besten helfen, Carlo aus diesem schweren Trauma zu erlösen.“ „Carmen? Wer ist das?“, fragte Mareike. „Carlos Geliebte“, war die kurze Antwort. Komisch, diese Aussage gefiel Mareike überhaupt nicht. Wo kam diese Geliebte so plötzlich her? Mareike stand unschlüssig vor Fernando und dachte nach. Eigentlich sollte sie doch jetzt beruhigt wieder gehen können, doch irgendetwas hielt sie zurück. Deutlich sah sie Carlo vor sich und konnte seine blitzenden Augen und seinen Charme noch intensiv spüren. Mareike schüttelte den Kopf. Was ging sie denn Carlo an, wenn Julio auf sie wartete. Julio mit seiner ungezügelten Leidenschaft und seinen Händen, die das Paradies versprachen. Mareike verabschiedete sich knapp von Fernando und verließ den Raum. Sie musste zu ihrer neuen Arbeitgeberin.
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