Roman

Nora saß im Sessel ihres Krankenzimmers und starrte aus dem Fenster, sie wusste nicht, wie lange schon. Der feine Nieselregen, der den ganzen Tag lautlos vom Himmel rann, schien auch ihr Gesicht benetzt zu haben. Die Tränen, die ihr die Wangen herunterrannen, waren ein Spiegelbild ihrer Seele. Seit Tagen schon hatte sich die Traurigkeit wie ein dichtes Spinnennetz um sie gelegt und gefangen genommen. Sie hatte sich sehr auf Julios Besuch gefreut, aber er kam nicht. Eine telefonische knappe Absage, er müsse die Schicht eines kranken Kollegen übernehmen, war das letzte, was sie seit Tagen ...weiter

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Mareike sah fragend zu Carlo. Eigentlich wollte sie nicht in seiner Nähe bleiben. Noch immer konnte Mareike ihre Gefühle für diesen Mann nicht einordnen. „Mareike, überlege nicht lange und bleibe heute bei mir. Wir können über mein Buch sprechen und uns bei einem Glas Wein entspannen.“ Mareike dachte über ihre Pläne für diesen Abend nach. Sicher, die kleinen Termine ließen sich verschieben. Doch wollte sie wirklich bei Carlo bleiben? Nach kurzem Überlegen, stimmte sie schließlich zu. „ Wenn du willst und genügend im Kühlschrank hast, kann ich uns etwas zum Abendessen ...weiter

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Roman

Die freundliche Dame an der Rezeption bat Mareike Platz zu nehmen. Sie hatte ihren Chef telefonisch von einer Interessentin unterrichtet und er wollte in einigen Minuten da sein. Mareike nutzte die Zeit, die Empfangshalle detailliert in Augenschein zu nehmen. Das Ambiente war gepflegt und sauber, strahlte eine freundliche Atmosphäre aus und Mareike begann sich vorzustellen, wie es sich hier arbeiten ließe. Die Hotelgäste, die ein und aus gingen, machten einen sehr zufriedenen Eindruck und wurden von der Dame am Empfang herzlich begrüßt und verabschiedet. Die Eingangstür öffnete ...weiter

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Nach einem ausgiebigen zweiten Frühstück, drei Cafe con leche und einem Tia Maria stand Mareikes Rangfolge fest. Die Tätigkeit als Hotelmanagerin war das, was sie am meisten reizte. Die Redaktion hatte ihr längerfristig eine Stelle in Aussicht gestellt. Dafür musste sie aber erst einige Beiträge einreichen und deren Prüfung abwarten. Sie hatte sich für die Gebiete Teneriffas entschieden, die bisher vom Tourismus noch nicht entdeckt waren. Sie wollte noch heute mit ihrer Fotoausrüstung und ihrem Laptop losfahren. Und Carlo? Sie hatte ihm versprochen, zu helfen und das würde sie ...weiter

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  • Der Schicksals-Code

  • Geschenk-Tipp



  • Ella's Geschichten


    Sun, 28 Jun 2009

    “Ich hab´keinen Bock mehr, verdammt, ihr könnt mich mal”, fluchte Merle vor sich hin, während sie die herumliegenden Zeitungen vom Fußboden ihrer Wohnung aufsammelte. Marc hatte – wie jeden Morgen – alles einfach liegen gelassen. Er kümmerte sich nie um die banalen Alltäglichkeiten in ihrer gemeinsamen Woh …


    Fri, 29 May 2009

    Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der …


    Mon, 25 May 2009

    Caro ist umgezogen, endlich, endlich hatte sie die heißersehnte Dachmaisonettewohnung mit Blick auf den nah gelegenen Fluss bezogen. Nach langer Zeit hat sie mal wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Sie hatte zahlreiche Wohnungen besichtigt, bis sie endlich diese, die schönste gefunden hatte. Während der Besichtigung dieser Da …


    Mon, 18 May 2009

    Grundsätzlich werden Männer vom Älter- und Einsamwerden überrascht, sie sind nicht darauf vorbereitet, achten auch nicht auf die ersten Anzeichen, nein, sie stellen urplötzlich fest, dass sie sich körperlich und gefühlsmäßig verändert haben. So auch der Großstadtprinz. Er lebt seit vielen Jahren in einem wunderschönen dur …


    Fri, 08 May 2009

    Kaum hatte Bella die Haustür aufgeschlossen, klingelte das Telefon, dreimal, viermal, wann hörte das Klingeln endlich auf, fünfmal, sechsmal, sie versuchte es zu ignorieren, sie wollte nicht mit ihm sprechen. Klar, er wusste, wann sie von der Arbeit nach Hause kam, er kannte ihren Tagesablauf, sie, ihre Gewohnheiten. Aber es war au …


    Sat, 18 Apr 2009

    Träume sind absolut. Unnötig. Quatsch. Illusion. Fern und doch so nah. Einmalig. Unwiderbringbar. Träume sind dein Glück. Sie bringen deine Gefühle in Bildern zurück. Sie erinnern dich an deine Wünsche. “Träume dich reich”, und du wirst nie wieder arm sein.

    Und wieder einmal ein Geburtstag, wieder ei …

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