Im Chaos der Gefühle
Stefan schaute zum Fenster hinaus. Es tat immer noch weh, dass Andrea nicht mehr bei ihm war. Der Schmerz war durch Mareike erträglicher geworden, doch Stefan zweifelte noch immer an seinem Schicksal. Warum hatte er Andrea nicht helfen können? Er hätte doch erkennen müssen, dass sie viel zu zart gewesen war, um ein Kind zu bekommen. Allerdings hatte niemand geahnt, dass eine Schwangerschaft für Andrea tödlich ausgehen sollte. Sie hatte die Geburt nicht überlebt. Eine seltene Krankheit war Ursache für die dramatischen Minuten, die sich vor Andreas Tod abgespielt hatten. Doch keiner ...weiter
Im Chaos der Gefühle
Stefans Blick war unverwandt auf das Foto gerichtet. Eine junge Frau, etwa Ende zwanzig, mit glatten schwarzen Haaren, dunkelbraunen Augen und Lächfältchen um den Mund schaute ihn freundlich lächelnd an. Ihr Blick hatte etwas Ermutigendes, als wolle sie ihn auffordern „Nun mach schon! Es ist an der Zeit, in die Zukunft zu schauen.“ War es das? Hatte er die Vergangenheit wirklich hinter sich gelassen? War er bereit, sich auf eine unbekannte Zukunft einzulassen? Er war zu einem workaholic geworden. Die meiste Zeit hatte er im vergangenen Jahr im Krankenhaus verbracht, bis zur ...weiter
Im Chaos der Gefühle
Mareike traute ihren Augen nicht, als Stefan sie begrüßte und merkte, wie eine sanfte Röte ihr Gesicht überzog, aber sie fasste sich schnell wieder. In gewisser Weise war sie sogar froh, Stefan hier zu treffen. Endlich konnte sie ihm für seine Unterstützung auf dem Flug von Teneriffa nach Deutschland und für seine Anteilnahme am Tod ihrer Mutter danken. Sie ahnte nicht, dass ihr Vater dieses Treffen geschickt eingefädelt hatte. Obwohl er seiner erwachsenen Tochter niemals in ihre Pläne, den Rest ihres Lebens auf Teneriffa zu verbringen, hinein geredet hätte, behagte ihm diese ...weiter
Im Chaos der Gefühle
Mareike traute ihren Augen nicht, als Stefan sie begrüßte und merkte, wie eine sanfte Röte ihr Gesicht überzog, aber sie fasste sich schnell wieder. In gewisser Weise war sie sogar froh, Stefan hier zu treffen. Endlich konnte sie ihm für seine Unterstützung auf dem Flug von Teneriffa nach Deutschland und für seine Anteilnahme am Tod ihrer Mutter danken. Sie ahnte nicht, dass ihr Vater dieses Treffen geschickt eingefädelt hatte. Obwohl er seiner erwachsenen Tochter niemals in ihre Pläne, den Rest ihres Lebens auf Teneriffa zu verbringen, hinein geredet hätte, behagte ihm diese ...weiter
Im Chaos der Gefühle
Mareike schaute in den Spiegel und erschrak. Was sie sah, erschütterte sie. Glanzlose Augen mit tiefen Augenringen blickten ihr entgegen, ein harter Zug hatte sich um ihren sonst so verführerischen Mund gelegt und ihr sonst glänzendes Haar war spröde geworden. Die bronzene Gesichtsbräune war einer vornehmen Blässe gewichen und ihr Gesicht drückte eine endlose Traurigkeit aus, die sie vorher noch nie an sich wahr genommen hatte. Der plötzliche Tod ihrer Mutter hatte sie in ein so tiefes Loch gerissen, aus dem sie sich nur mühsam wieder heraus ziehen konnte. Sie war schmal geworden ...weiter


