Gefährliche Überraschungen

Carlo zog Mareike zu einem wartenden Taxi. Nachdem beide eingestiegen waren, gab Carlo dem Fahrer die Adresse seiner Wohnung. Mareike starrte grimmig aus dem Fenster. Was bildete sich der Mann eigentlich ein?

Kaum hatte das Taxi angehalten, als Mareike schon zur Haustür stürmte. Carlo beglich die Rechnung und bewegte sich aufreizend langsam zu Mareike. Er öffnete die Tür und beide betraten die Wohnung. „Carlo, ich muss mit dir reden. Wir passen nicht zusammen und ich möchte unsere Verlobung lösen“, brach es sofort aus Mareike heraus. „Was soll das heißen Mareike?“, fragte Carlo gefährlich leise. „Das heißt, dass ich dir zwar nicht weh tun möchte, aber auch nicht das ganze Leben mit dir verbringen kann. Dazu sind wir beide zu verschieden.“ „Hast du einen anderen Mann kennen gelernt?“ Mareike runzelte die Stirn. Sollte sie nun von Stefan erzählen, oder ihn lieber verschweigen. So wie Carlo sie anschaute, war es sicher besser, wenn sie Stefan nicht erwähnte. Vor allem, weil es ja doch keine Zukunft mit Stefan gab. „Was ist Mareike? Du brauchst sehr lange für eine Antwort“, hakte Carlo nach. Mareike schaute aus dem Fenster und sagte leise: „Es gibt keinen anderen Mann in meinem Leben.“ Carlo atmete hörbar aus. „Wo ist dann dein Problem? Du hast sicher nur Angst, dich entgültig an einen Mann zu binden. Wenn wir verheiratet sind, siehst du das alles sicher entspannter.“ Mareike drehte sich zu Carlo. „Hast du mich nicht verstanden Carlo. Ich will nicht mit dir leben. Ich liebe dich nicht. Das ist mir in Deutschland klar geworden. Du bist sicher ein faszinierender Mann, aber ich möchte nicht mein Leben an dich binden.“ „Sag das noch einmal“, fauchte Carlo zornig. Mareike wollte gerade den Mund öffnen, als sie Carlos Hände unsanft an ihren Armen spürte. „Du gehörst mir Mareike und kein anderer wird dich bekommen. Präge dir das fest in dein hübsches Köpfchen ein. Ich werde dafür sorgen, dass du immer daran denkst.“ Daraufhin stürmte Carlo aus der Wohnung und schloss die Tür ab. Mareike starrte sprachlos hinter Carlo hinterher. Das konnte doch wohl nicht war sein. Mareike griff in ihre Tasche, konnte aber ihr Handy nicht finden. Aber auch die Suche nach einem Telefon blieb erfolglos. Nirgends konnte Mareike eins entdecken. Was war auf einmal in Carlo gefahren? Verstört sank Mareike in den nächsten Sessel. Langsam meldetet sich Kopfschmerzen an. Ihre sehnsüchtigen Gedanken wanderten zu Stefan. Immer deutlicher spürte Mareike, dass Carlo nicht der richtige Mann für sie war. Nur musste dieser das noch begreifen. Was er gesagt hatte, hörte sich wie eine Drohung an. Mareike bekam langsam Angst. Wo war nur ihr Handy?

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