Gefährliche Überraschungen
Carlo lief zornig am Strand entlang. Was dachte sich Mareike eigentlich? Sie war mit ihm verlobt und die Hochzeit schon geplant. Eigentlich war Carlo noch immer wütend, dass Mareike ohne ihn nach Deutschland geflogen war. Carlo blieb stehen und beobachtete die Sonne, die langsam untergehen wollte. Mareike gehörte ihm und er dachte nicht daran, sie einem anderen Mann zu überlassen. Carlo hatte gespürt, dass Mareike vorhin nicht die Wahrheit gesagt hatte. Es gab einen Mann in Deutschland, der Mareikes Denken und Fühlen in Anspruch nahm. Carlo war davon überzeugt. Plötzlich summte Mareikes Handy in seiner Hosentasche. Carlo nahm es in die Hand und starrte auf das Display. „Stefan“ konnte er lesen. Wer war dieser Stefan. Carlo konnte gerade noch der Versuchung wiederstehen, sich zu melden. Im hohen Bogen warf er das Handy ins Meer. Danach stürmte er zurück in seine Wohnung. Beim Aufschließen der Tür hörte Carlo das Schluchzen von Mareike. Er furchte seine Stirn und betrat das Wohnzimmer. „Wer ist Stefan?“, peitschte Carlos Frage in den Raum. Mareike hob erschrocken ihr Gesicht und starrte ihren ehemaligen Liebhaber an. „Das geht dich gar nichts an“, flüsterte sie. Carlo war in kurzer Zeit bei ihr und beugte sich über sie, so dass sich ihre Nasen beinahe berührten. Mareike zuckte zurück. „Lass mich in Ruhe Carlo. Ich möchte, dass du begreifst, dass es aus ist.“ „Nichts ist aus Mareike. Ich habe es dir vorhin schon gesagt, du gehörst mir. Der Hochzeitstermin steht fest. Ende des Monats bist du meine Frau. Gewöhne dich an diesen Gedanken.“ „Carlo, begreife doch, dass wir nicht zusammen passen. Wir haben es nie getan, sondern körperliches Begehren mit Liebe verwechselt.“ „Schweig“, schrie Carlo. „Das ist doch wohl nicht dein Ernst?“ Mareike riss sich von ihm los und rannte aus der Wohnung. Carlo sah ihr sprachlos nach. Als er seinen Schock überwunden hatte, holte er sein eigenes Handy aus der Tasche. Als sich der Teilnehmer meldete, räusperte sich Carlo und sprach ruhig seine Forderungen aus. „ Victor, ich erwarte von dir, dass du Mareike zur Vernunft bringst. Erkundige dich, wer dieser Stefan ist und sorge dafür, dass er mir nicht weiter im Weg steht.“ Danach beendete Carlo das Gespräch, klappte seinen Laptop auf und widmete sich seinem Roman.
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