Dunkle Schatten

Stefan wusch sich die Hände mit steriler Lösung, trocknete sie und ließ sich von einer Schwester die Op-Handschuhe über die Hände streifen. Er versuchte sich auf die bevorstehende Operation zu konzentrieren. Dieser Eingriff war nichts Besonderes für ihn. Blinddarmoperationen standen fast täglich auf dem Plan, auch in einer solchen Notfallsituation lief die übliche Routine ab. Doch heute war es anders! Stefan schossen seine Worte durch den Kopf, die er Viktor während der Untersuchung zugeflüstert hatte. ‘Wie unüberlegt!’, Stefan kannte zwar vom Krankenblatt einige ...weiter

Dunkle Schatten

Die Vorbereitungen zur Operation Viktors liefen in routinemäßiger Gelassenheit ab. Alle Beteiligten hatten eine solche Notoperation schon häufig genug durchgeführt, nur Viktor fühlte eine unangenehme Spannung – einerseits durch seine immer stärker werdenden Schmerzen und die Nervosität vor dem bevorstehenden Eingriff, auf der anderen Seite belastete ihn die Drohung Stefans. Er war ihm in seiner momentanen Situation völlig ausgeliefert. “Schwester?”, rief er ziemlich kleinlaut in den kalten, hell erleuchteten Raum der Notaufnahme. “Ja, es geht ja gleich los ...weiter

Dunkle Schatten

Viktors Kontakte reichten weit, so dass es ihn nur wenige Stunden gekostet hatte, Stefan in Hamburg ausfindig zu machen. Er heftete sich unauffällig an Stefans Fersen und binnen einer Woche hatte er dessen Leben durchschaut. Er hatte sich in der Klinik umgehorcht und erfahren, dass Stefan ein angesehener Arzt war, der mehr Zeit bei seinen Patienten in der Klinik als sonst wo verbrachte. Auch dass Stefan Witwer war und regelmäßig das Grab seiner Frau besuchte, hatte er persönlich ausgespäht. Regelmäßig verbrachte Stefan Zeit mit seiner bildhübschen Tochter Juliane, die er schweren ...weiter

Dunkle Schatten

Mareike schaute gebannt auf Michaels Lippen und vergaß völlig, den nachgeschenkten Rotwein zu trinken. Michael lächelte schelmisch. „ Charlotte muss fürchterlich gelitten haben. Sie hatte Albträume, von einer Entführung in einer schwarzen Limousine, von seltsamen Tieren, die sie im Wald gefunden und als leckere Beute betrachtet hatten…Ich weiß nicht, wie sie es geschafft hat, aber nach einem Marsch quer durch den Wald erreichte sie eine kleine geschlossene Bodega in einem kleinen Ort am Rande der Canadas und ließ nicht eher locker, bis sie das ganze Wohnhaus darüber ...weiter

  • Der Schicksals-Code

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  • Ella's Geschichten


    Sun, 28 Jun 2009

    “Ich hab´keinen Bock mehr, verdammt, ihr könnt mich mal”, fluchte Merle vor sich hin, während sie die herumliegenden Zeitungen vom Fußboden ihrer Wohnung aufsammelte. Marc hatte – wie jeden Morgen – alles einfach liegen gelassen. Er kümmerte sich nie um die banalen Alltäglichkeiten in ihrer gemeinsamen Woh …


    Fri, 29 May 2009

    Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der …


    Mon, 25 May 2009

    Caro ist umgezogen, endlich, endlich hatte sie die heißersehnte Dachmaisonettewohnung mit Blick auf den nah gelegenen Fluss bezogen. Nach langer Zeit hat sie mal wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Sie hatte zahlreiche Wohnungen besichtigt, bis sie endlich diese, die schönste gefunden hatte. Während der Besichtigung dieser Da …


    Mon, 18 May 2009

    Grundsätzlich werden Männer vom Älter- und Einsamwerden überrascht, sie sind nicht darauf vorbereitet, achten auch nicht auf die ersten Anzeichen, nein, sie stellen urplötzlich fest, dass sie sich körperlich und gefühlsmäßig verändert haben. So auch der Großstadtprinz. Er lebt seit vielen Jahren in einem wunderschönen dur …


    Fri, 08 May 2009

    Kaum hatte Bella die Haustür aufgeschlossen, klingelte das Telefon, dreimal, viermal, wann hörte das Klingeln endlich auf, fünfmal, sechsmal, sie versuchte es zu ignorieren, sie wollte nicht mit ihm sprechen. Klar, er wusste, wann sie von der Arbeit nach Hause kam, er kannte ihren Tagesablauf, sie, ihre Gewohnheiten. Aber es war au …


    Sat, 18 Apr 2009

    Träume sind absolut. Unnötig. Quatsch. Illusion. Fern und doch so nah. Einmalig. Unwiderbringbar. Träume sind dein Glück. Sie bringen deine Gefühle in Bildern zurück. Sie erinnern dich an deine Wünsche. “Träume dich reich”, und du wirst nie wieder arm sein.

    Und wieder einmal ein Geburtstag, wieder ei …

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