Sehnsucht

Mareike hatte frei und überlegte bei einem ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse, wie sie den Tag verbringen würde. Das quietenschende Gartentor kündigte einen unangemeldeten Besucher an. “Hola, hast du noch einen Kaffee für mich?” Fernando setzte sich Mareike gegenüber und schaute sie erwartungsvoll an. “Was ist los mit dir, Mareike? Du wirkst in letzter Zeit so angespannt. Hast du Probleme?” Mareike kannte Fernando lange genug und wusste, dass sie ihm vertrauen konnte. Sie überlegte einen kurzen Moment, dann sah sie Fernando offen in die Augen. “Ja, ...weiter

Sehnsucht

Mareike blieb stehen und stützte die Hand in ihre rechte Seite.  Sie hatte sich nicht ausreichend aufgewärmt, bevor sie an diesem frühen Morgen ihre Joggingschuhe angezogen und los gelaufen war. Die Luft war kühl und schmeckte salzig. Es versprach, ein herrlicher Tag zu werden. Mareike genoss es, früh am Morgen fast alleine am Strand zu sein. Hin und wieder begegnete ihr ein weiterer Jogger, man erhob kurz die Hand zu einem sportlichen Gruß und lief weiter. Sie versuchte, den Kopf frei zu bekommen, aber es wollte ihr nicht gelingen. Stefan  hatte sich wie ein Virus  in ihre ...weiter

Dunkle Schatten

Nach einem langen Spaziergang hatte sich Stefans Gemüt wieder etwas beruhigt. In seinem Inneren hatte er die Gewißheit, dass er alles richtig gemacht hatte. Dass der Fremde trotzdem gestorben war, mußte andere Ursachen haben, Vorerkrankungen, die zu entdecken in der Kürze der Zeit unmöglich waren. Die Obduktion des Patienten würde klären, was die genaue Todesursache war. Und das blieb abzuwarten. Was Stefan auf der Seele lag, waren seine eigenen Worte, die er unüberlegt vor der Operation ausgesprochen hatte. Er hatte den Fremden wahrgenommen, ihn urplötzlich auftauchen sehen, ...weiter

Dunkle Schatten

Stefans Augen glitten über die Zeilen. Sorgfältig erfasste er Wort für Wort, zwischendurch schüttelte er seinen Kopf oder strich sich über die Stirn. Obwohl er den Brief mehrmals las, konnte er dessen Sinn und Zusammenhang nicht begreifen. Alles was er verstand war, dass es in einen Zusammenhang mit Mareike und seinem Aufenthalt auf Teneriffa stehen musste. Er lehnte sich in seinem Sessel zurück und schloss die Augen. ‚Mareike’ – er versuchte sich ihr Bild in seine Erinnerung zurückzurufen. Das Bild, das aber vor seinem geistigen Auge auftauchte, war das Bild seiner ...weiter

  • Der Schicksals-Code

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  • Ella's Geschichten


    Sun, 28 Jun 2009

    “Ich hab´keinen Bock mehr, verdammt, ihr könnt mich mal”, fluchte Merle vor sich hin, während sie die herumliegenden Zeitungen vom Fußboden ihrer Wohnung aufsammelte. Marc hatte – wie jeden Morgen – alles einfach liegen gelassen. Er kümmerte sich nie um die banalen Alltäglichkeiten in ihrer gemeinsamen Woh …


    Fri, 29 May 2009

    Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der …


    Mon, 25 May 2009

    Caro ist umgezogen, endlich, endlich hatte sie die heißersehnte Dachmaisonettewohnung mit Blick auf den nah gelegenen Fluss bezogen. Nach langer Zeit hat sie mal wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Sie hatte zahlreiche Wohnungen besichtigt, bis sie endlich diese, die schönste gefunden hatte. Während der Besichtigung dieser Da …


    Mon, 18 May 2009

    Grundsätzlich werden Männer vom Älter- und Einsamwerden überrascht, sie sind nicht darauf vorbereitet, achten auch nicht auf die ersten Anzeichen, nein, sie stellen urplötzlich fest, dass sie sich körperlich und gefühlsmäßig verändert haben. So auch der Großstadtprinz. Er lebt seit vielen Jahren in einem wunderschönen dur …


    Fri, 08 May 2009

    Kaum hatte Bella die Haustür aufgeschlossen, klingelte das Telefon, dreimal, viermal, wann hörte das Klingeln endlich auf, fünfmal, sechsmal, sie versuchte es zu ignorieren, sie wollte nicht mit ihm sprechen. Klar, er wusste, wann sie von der Arbeit nach Hause kam, er kannte ihren Tagesablauf, sie, ihre Gewohnheiten. Aber es war au …


    Sat, 18 Apr 2009

    Träume sind absolut. Unnötig. Quatsch. Illusion. Fern und doch so nah. Einmalig. Unwiderbringbar. Träume sind dein Glück. Sie bringen deine Gefühle in Bildern zurück. Sie erinnern dich an deine Wünsche. “Träume dich reich”, und du wirst nie wieder arm sein.

    Und wieder einmal ein Geburtstag, wieder ei …

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