9. Die Ernüchterung

Julio betrat Mareikes Wohnzimmer und ließ sich auf das Sofa fallen. Er sah Mareike an und suchte nach den richtigen Worten. „Mareike, ich kann die nächsten Tage nicht mit dir verbringen. Ich muss mich um meinen Sohn kümmern. Die Untersuchungen sind noch nicht abgeschlossen. Die Ärzte wissen nicht, woher die Schmerzen kommen.” Mareike schaute traurig auf Julio. Sie hatte sich die nächsten Tage schon in den schönsten Farben ausgemalt. Allerdings verstand sie, dass der Platz von Julio jetzt bei seinem Sohn war. Deshalb ging sie langsam zu Julio, nahm ihn in die Arme und ...weiter

8. Aus und vorbei

Flughafen Reina Sofia im Süden der Insel Teneriffas Die Spannung, die in den letzten Minuten im Flugzeug herrschte, wich einem anerkennenden Applaudieren. Jeder freute sich, nach einem fast fünfstündigen Flug gut und sicher auf der Ferieninsel Teneriffa gelandet zu sein. Der Urlaub konnte beginnen. Als Martin mit seiner Reisetasche das Flughafengebäude verließ, umfing ihn die kühle Morgenluft. Der Himmel war von Schleierwolken bedeckt und die Sonne bahnte sich bereits ihren Weg in einen herrlichen Sommertag. Er betrat die Insel zum ersten Mal. Wenn Mareike nach Teneriffa flog, wollte ...weiter

7. Willenlos

Mareike hatte ein ausgiebiges Frühstück hinter sich und fühlte sich sofort besser. Carlo war also Fernandos Bruder. Das erklärte, warum Fernando Carlo ihre Wohnung überlassen hatte, die er während ihrer Abwesenheit immer betreute. Mareike beschloss, nun endlich Urlaub in ihrer Ferienwohnung zu machen. Carlo war im Krankenhaus und konnte ihr nicht mehr gefährlich werden und an die tote Frau wollte sie gar nicht denken. Also machte sich Mareike auf den Weg und war nach kurzer Zeit in ihrer Wohnung. Dort packte sie erst einmal ihre Koffer aus, machte sich einen Picknickkorb zurecht und ...weiter

6. Am Abgrund

Carlo sprang in sein Auto und fuhr zu seinem besten Freund. Beim Fahren grübelte er weiter über die letzten Stunden nach. Die Sache mit Carmen ging ihm nicht aus dem Kopf. Wo war das Biest bloß? Sicher, er hatte ihr eine Ohrfeige gegeben und sie war dabei ins Gebüsch geflogen, aber mit Sicherheit war sie nicht tot. Carlos konnte sich noch gut an die Flüche erinnern, die sie ihm nachgeschickt hatte, als er wortlos gegangen war. Weshalb wollte Mareike sie also tot im Garten gesehen haben? Carlo begriff das alles nicht. Er starrte auf den Schuh, der auf dem Beifahrersitz lag. Carlo kannte ...weiter

  • Findewörter

  • Geschenk-Tipp



  • Roman: Der Anfang


    Sat, 29 Sep 2007

    „Mareike“ … Immer wieder hörte Fernando in den kommenden Stunden diesen Namen aus Carlos Mund. Was hatte das zu bedeuten? Warum flüsterte Carlo ständig diesen Namen? Fernando sah grübelnd vor sich hin. Er wurde aus der ganzen Sache nicht schlau. War es nicht Carmen, die Carlos Gehirn dermaßen vernebelte, dass dieser keinen klaren Gedanken mehr fassen konnte? Was war aber mit Mare …


    Sat, 29 Sep 2007

    Carmens Kopf sank vor Erschöpfung auf ihre Brust. Seit unzähligen Stunden saß sie an Carlos Bett und hoffte auf eine Reaktion seines Körpers. Nur das Summen und Piepen der Überwachungsgeräte war zu hören. Carlos lag still und regungslos in den weißen Kissen, die Augen geschlossen. In welcher Sphäre zwischen Leben und Tod er sich befand, wagte niemand zu sagen. Carmen hatte sich bitter …


    Thu, 27 Sep 2007

    Ganz von ferne hörte Nora eine Stimme. “… aus Sicherheitsgründen bitten wir Sie, den Sicherheitsgurt anzulegen, bis wir die Schlechtwetterfront hinter uns haben.” Sie schaute aus dem Fenster. Weit und breit nur dunkle Wolken. Das fing ja gut an. “Na, ausgeschlafen?” hörte sie die tiefe Stimme ihres linken Nachbarn. Als wenn den das was anginge, dachte sie. Und …


    Thu, 27 Sep 2007

    Am Strand suchte sich Martin ein ruhiges Plätzchen und verteilte seine Sachen. Danach ließ er sich in den Sand fallen und genoss die Sonnenstrahlen. Eigentlich war Teneriffa doch wie geschaffen für einen Liebesurlaub. Es musste ihm gelingen, Mareike von einem gemeinsamen Leben zu überzeugen. So schwer konnte das doch nicht sein. Immerhin liebte Mareike ihn. Das Rauschen der Wellen und die w …

  • Letzte Kommentare