35. Entscheidungen
Mareike hatte keine Ahnung davon, dass ihr Vater und Stefan gelegentlich telefonierten. Ihr Vater hatte den jungen Arzt ins Herz geschlossen und nicht vergessen, wie rührend er sich um ihn und Mareike nach dem plötzlichen Tod seiner Frau gekümmert hatte. Er hätte Stefan gern als seinen Schwiegersohn gesehen, aber er wollte seiner Tochter keine Steine in den Weg legen, als sie Deutschland wenige Wochen nach der Beerdigung wieder verließ, um ihr Leben weiterhin auf Teneriffa zu verbringen. Es war einsam für den alten Mann geworden, nachdem seine Frau ihn allein gelassen hatte. Trotz ...weiter
34. Weihnachtspläne
Es war kurz vor Weihnachten. Sie hätte das Fest gern bei ihrem Vater auf Sylt verbracht, der zum ersten Mal ganz alleine war. In dieser Jahreszeit blühte der Tourismus auf der Insel auf. Wer Zeit und Geld hatte, entfloh dem grauen, kalten deutschen Winter, um sich in der Sonne Teneriffas zu erholen. Obwohl sie große Bedenken hatte, über die Feiertage Urlaub zu bekommen, wollte sie mit Michael gleich morgen darüber sprechen. Stefan schloss die Tür des Chefarztzimmers, lehnte sich an die Wand rechts von der Tür und atmete tief durch. Obwohl er sich in den letzten Tagen sicher war, ...weiter
33. Unerwartete Entwicklungen
Mareike blieb stehen und stützte die Hand in ihre rechte Seite. Sie hatte sich nicht ausreichend aufgewärmt, bevor sie an diesem frühen Morgen ihre Joggingschuhe angezogen und los gelaufen war. Die Luft war kühl und schmeckte salzig. Es versprach, ein herrlicher Tag zu werden. Mareike genoss es, früh am Morgen fast alleine am Strand zu sein. Hin und wieder begegnete ihr ein weiterer Jogger, man erhob kurz die Hand zu einem sportlichen Gruß und lief weiter. Sie versuchte, den Kopf frei zu bekommen, aber es wollte ihr nicht gelingen. Stefan hatte sich wie ein Virus in ihre ...weiter
32. Zwischen Leben und Tod
Viktors Kontakte reichten weit, so dass es ihn nur wenige Stunden gekostet hatte, Stefan in Hamburg ausfindig zu machen. Er heftete sich unauffällig an Stefans Fersen und binnen einer Woche hatte er dessen Leben durchschaut. Er hatte sich in der Klinik umgehorcht und erfahren, dass Stefan ein angesehener Arzt war, der mehr Zeit bei seinen Patienten in der Klinik als sonst wo verbrachte. Auch dass Stefan Witwer war und regelmäßig das Grab seiner Frau besuchte, hatte er persönlich ausgespäht. Regelmäßig verbrachte Stefan Zeit mit seiner bildhübschen Tochter Juliane, die er schweren ...weiter


