40. Der Nebel lichtet sich

Mareike war schon lange vor dem verabredeten Termin in der Nähe des Lister Hafen. Sie brauchte einen langen Spaziergang, um ihre aufgewühlten Gedanken zu ordnen. Sie hatte nichts zu verlieren und konnte nur gewinnen. Sie wusste, dass Stefan sie sehr mochte. Vielleicht liebte er sie auch. Je mehr sie über die letzten Monate auf Teneriffa nachdachte, desto weniger verstand sie sich selbst. Die Trennung von Martin war notwendig gewesen. Aber warum hatte sie sich so von Julio und Carlo blenden lassen? Sie war nie der Typ gewesen, der sich von einer Beziehung kopfüber in die nächste ...weiter

39. Geheimnisse

Mareike war schon lange vor dem verabredeten Termin in der Nähe des Lister Hafen. Sie brauchte einen langen Spaziergang, um ihre aufgewühlten Gedanken zu ordnen. Sie hatte nichts zu verlieren und konnte nur gewinnen. Sie wusste, dass Stefan sie sehr mochte. Vielleicht liebte er sie auch. Je mehr sie über die letzten Monate auf Teneriffa nachdachte, desto weniger verstand sie sich selbst. Die Trennung von Martin war notwendig gewesen. Aber warum hatte sie sich so von Julio und Carlo blenden lassen? Sie war nie der Typ gewesen, der sich von einer Beziehung kopfüber in die nächste ...weiter

38. Unerwartetes Wiedersehen

Herbert Kramer stand fast allein in der kleinen Ankuftshalle des Westerländer Flughafens. Einige mit Koffern bepackte Fluggäste liefen an ihm vorbei. Er hielt Ausschau nach seiner Tochter und endlich – Mareike kam durch die Halle. ‚Gut sieht sie aus!’ dachte er mit väterlichem Stolz. Er ging ihr einige Schritte entgegen und als Mareike ihn sah, stellte sie ihre Koffer ab, beschleunigte ihren Schritt und nahm ihren Vater in den Arm. Beide verharrten in inniger Umarmung ohne dass auch nur einer von ihnen ein Wort sagte. Mareike begann leise zu schluchzen, die innere ...weiter

37. Vorbereitungen

Herbert Kramer stand am Fenster seiner kleinen Wohnung in List auf Sylt. Er schaute hinaus in den klaren Dezembertag. Ein kalter Westwind hatte die Wolken vom Himmel gefegt. Strahlendes Blau schimmerte wie Seide über der Insel, die in diesen Tagen vor Weihnachten längst nicht so überlaufen war, wie während der Sommersaison. An den Stränden nutzten nur wenige Touristen die momentane Beschaulichkeit der Insel, ließen die Seele baumeln, spürten wie der kalte Wind die salzhaltige Luft auf die Haut und auf die Lippen trug, wanderten durchs Watt oder durch die Dünen und blickten bei ...weiter

36. Überraschung

Juliane kniete auf dem Stuhl und schaute aus dem Wohnzimmerfenster ihrer Großeltern. Es war ein grauer, regnerischer Dezembertag. Dicke Regentropfen klatschten an die Fensterscheibe. „Wann kommt Papa denn endlich?”, Juliane wartete in der Vorweihnachtszeit immer ungeduldig auf ihren Vater. Stefan hatte täglich eine kleine Überraschung für seine Tochter in der Tasche, um ihr die Wartezeit auf den Heiligen Abend zu verkürzen. Er konnte sich selbst nicht genug um seine Tochter kümmern, das ließ sein verantwortungsvoller Beruf nicht zu, aber er war froh, dass seine Eltern nach ...weiter

35. Entscheidungen

Mareike hatte keine Ahnung davon, dass ihr Vater und Stefan gelegentlich telefonierten. Ihr Vater hatte den jungen Arzt ins Herz geschlossen und nicht vergessen, wie rührend er sich um ihn und Mareike nach dem plötzlichen Tod seiner Frau gekümmert hatte. Er hätte Stefan gern als seinen Schwiegersohn gesehen, aber er wollte seiner Tochter keine Steine in den Weg legen, als sie Deutschland wenige Wochen nach der Beerdigung wieder verließ, um ihr Leben weiterhin auf Teneriffa zu verbringen. Es war einsam für den alten Mann geworden, nachdem seine Frau ihn allein gelassen hatte. Trotz ...weiter

34. Weihnachtspläne

Es war kurz vor Weihnachten. Sie hätte das Fest gern bei ihrem Vater auf Sylt verbracht, der zum ersten Mal ganz alleine war. In dieser Jahreszeit blühte der Tourismus auf der Insel auf. Wer Zeit und Geld hatte, entfloh dem grauen, kalten deutschen Winter, um sich in der Sonne Teneriffas zu erholen. Obwohl sie große Bedenken hatte, über die Feiertage Urlaub zu bekommen, wollte sie mit Michael gleich morgen darüber sprechen. Stefan schloss die Tür des Chefarztzimmers, lehnte sich an die Wand rechts von der Tür und atmete tief durch. Obwohl er sich in den letzten Tagen sicher war, ...weiter

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