Entscheidungen

Als sie die Wohnung ihres Vaters betrat, duftete es vorweihnachtlich nach selbst gebackenen Keksen und Zimttee.  „Du bist schon wieder da?“ Ungläubig schaute Herr Kramer seine Tochter an.  Sein erster Blick fiel auf die von der Kälte geröteten Wangen  und die rote  Nase. Mareikes Augen aber strahlten Wärme und Freude aus. „Lass uns Tee trinken, du scheinst ja völlig  durchgefroren zu sein.“ Er platzte fast vor Neugier, aber Mareike war noch zu  sehr in ihren Gedanken verhaftet, die er nicht stören wollte. Plötzlich sah sie ihm direkt in die Augen. „Paps, Stefan und ...weiter

Entscheidungen

Sie stand gedankenverloren am Meer und sog die salzige Luft tief in ihre Lungen ein. Plötzlich legte sich ganz vorsichtig eine Hand auf ihre rechte Schulter. Erschrocken trat sie einen Schritt vor und riss den Kopf herum. „Hattest du zu Hause auch keine Ruhe mehr?“ „Nein. Als ich mich entschloss, zu unserem Treffen zu kommen, wollte ich es auch rasch hinter mich bringen.“ „Musstest du dich überwinden, dich mit mir zu treffen?“ Was sollte sie darauf antworten?  Er war am Zuge und sie wollte sich nicht  in die Karten gucken lassen. „Das kann man so nicht sagen. Ich hatte ...weiter

Entscheidungen

Mareike war schon lange vor dem verabredeten  Termin in der Nähe des  Lister Hafen. Sie brauchte einen langen Spaziergang, um ihre aufgewühlten Gedanken zu ordnen. Sie hatte nichts zu verlieren und konnte nur gewinnen.  Sie wusste, dass Stefan sie sehr mochte. Vielleicht liebte er sie auch. Je mehr  sie über die letzten Monate auf Teneriffa nachdachte, desto weniger verstand sie sich selbst. Die Trennung von Martin war notwendig gewesen. Aber warum hatte sie sich so von Julio und Carlo blenden lassen? Sie war nie der Typ gewesen, der sich von einer Beziehung kopfüber in die nächste ...weiter

Entscheidungen

An diesem Abend fand niemand so richtig in den Schlaf. Juliane überlegte, ob sie die Tante mit dem kleineren Weihnachtsbaum nett finden sollte. Eine Frau an Papas Seite hatte sie, außer ihrer Mama, noch nie gesehen. Papa schien sie sehr lieb zu haben, warum sonst hatte er sie in den Arm genommen und nicht mehr losgelassen? Und wen Papa lieb hatte, mochte auch Juliane. Sie musste beim Abendbrot mehrfach ihre Lippen fest zusammen pressen, um keine Fragen zu stellen, Oma und Opa durften ja nichts wissen und das hatte sie ihrem Papa versprochen. Stefans Eltern hatten eine seltsame ...weiter

Entscheidungen

Mareike hatte keine Ahnung davon, dass ihr Vater und Stefan gelegentlich telefonierten.  Ihr  Vater hatten den jungen Arzt ins Herz geschlossen und nicht vergessen, wie rührend er sich um ihn und Mareike nach dem plötzlichen Tod seiner Frau gekümmert hatte. Er hätte Stefan gern als seinen Schwiegersohn gesehen, aber er wollte seiner Tochter keine Steine in den Weg legen, als sie Deutschland wenige Wochen nach der Beerdigung wieder verließ, um ihr Leben weiterhin auf Teneriffa zu verbringen. Es war einsam für den alten Mann geworden, nachdem seine Frau ihn allein gelassen ...weiter

Sehnsucht

Stefan schloss die Tür des Chefarztzimmers, lehnte sich an die Wand rechts von der Tür und atmete tief durch. Obwohl er sich in den letzten Tagen sicher war, nichts Negatives befürchten zu müssen, hatte ihn der Exitus während der Operation sehr belastet. Die Obduktion und einige weitere Untersuchungen waren abgeschlossen und die Unterredung mit dem Chefarzt hatte auch den geringsten  Zweifel ausgeräumt. Stefan traf keinerlei Schuld. Das schriftliche, mehrseitige Untersuchungsergebnis bestätigte, dass der Patient infolge eines Aneurysmas der Hirngefäße gestorben war. Das war eine ...weiter

Sehnsucht

…die Festnahme eines der meist gesuchten Betrüger der Insel. Seit längerer Zeit stand der Casinoangestellte J.R. in Verdacht, nach und nach Geld in Höhe von etwa 100.000 € im Casino unterschlagen zu haben. Bis gestern tappte die Polizei im Dunkeln, da die Vorwürfe gegen J.R. nicht eindeutig bewiesen werden konnten. Überraschenderweise meldete sich die von R. getrennt lebende Ehefrau C.R. aus Madrid und gab der Polizei einige Hinweise, wie J.R. das veruntreute Geld angelegt habe. Nach Aushebung seines Liebesnestes, eines luxuriösen Apartments  an der Punta Brava, legte J.R. ...weiter

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  • Der Schicksals-Code

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  • Ella's Geschichten


    Sun, 28 Jun 2009

    “Ich hab´keinen Bock mehr, verdammt, ihr könnt mich mal”, fluchte Merle vor sich hin, während sie die herumliegenden Zeitungen vom Fußboden ihrer Wohnung aufsammelte. Marc hatte – wie jeden Morgen – alles einfach liegen gelassen. Er kümmerte sich nie um die banalen Alltäglichkeiten in ihrer gemeinsamen Woh …


    Fri, 29 May 2009

    Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der …


    Mon, 25 May 2009

    Caro ist umgezogen, endlich, endlich hatte sie die heißersehnte Dachmaisonettewohnung mit Blick auf den nah gelegenen Fluss bezogen. Nach langer Zeit hat sie mal wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Sie hatte zahlreiche Wohnungen besichtigt, bis sie endlich diese, die schönste gefunden hatte. Während der Besichtigung dieser Da …


    Mon, 18 May 2009

    Grundsätzlich werden Männer vom Älter- und Einsamwerden überrascht, sie sind nicht darauf vorbereitet, achten auch nicht auf die ersten Anzeichen, nein, sie stellen urplötzlich fest, dass sie sich körperlich und gefühlsmäßig verändert haben. So auch der Großstadtprinz. Er lebt seit vielen Jahren in einem wunderschönen dur …


    Fri, 08 May 2009

    Kaum hatte Bella die Haustür aufgeschlossen, klingelte das Telefon, dreimal, viermal, wann hörte das Klingeln endlich auf, fünfmal, sechsmal, sie versuchte es zu ignorieren, sie wollte nicht mit ihm sprechen. Klar, er wusste, wann sie von der Arbeit nach Hause kam, er kannte ihren Tagesablauf, sie, ihre Gewohnheiten. Aber es war au …


    Sat, 18 Apr 2009

    Träume sind absolut. Unnötig. Quatsch. Illusion. Fern und doch so nah. Einmalig. Unwiderbringbar. Träume sind dein Glück. Sie bringen deine Gefühle in Bildern zurück. Sie erinnern dich an deine Wünsche. “Träume dich reich”, und du wirst nie wieder arm sein.

    Und wieder einmal ein Geburtstag, wieder ei …

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