Entscheidungen

 ‚Carlo!’ – Mareike wurde schlagartig bewusst in welcher Gefahr sie sich wirklich befunden hatte. Das Entsetzen, das in ihren Augen aufleuchtete, machte Stefan betroffen. Er fühlte, dass er Mareike mit seinen Fragen an etwas erinnert hatte, das ihr Angst machte. „Du musst es mir nicht erklären, wenn du nicht willst!“, er bemühte sich seiner Stimme einen unbefangenen Klang zu geben, doch Mareike hatte sich abgewendet. Stefan sollte die Tränen nicht sehen, die ihr in die Augen geschossen waren. Stefan zögerte einen Moment, dann trat er hinter Mareike und legte seine beiden ...weiter

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Mareike fand nur langsam in den Tag hinein. Sie hatte schlecht geschlafen. Alpträume hatten sie immer wieder aufschrecken lassen, schließlich war sie froh, dass die Nacht vorüber war. Sie ging zum Fenster und blickte hinaus. Die Nebelwand zog vom Meer aus über die Insel, Unwirkliche Figuren schienen sich aus den Nebelschwaden zu bilden  – Mareike glaubte das Gesicht Carlos zu erkennen. Nein, es war Julio – doch plötzlich konzentrierten sich die Nebelschleier und sie sah deutlich das Gesicht Michaels vorbeiziehen. Mareike wandte sich ab, da sie auf allen Gesichtern ein ...weiter

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Der Morgen des 23. Dezember zeigte sich als ein sehr unfreundlicher Tag. Eiskalter Seenebel hatte die Insel in einen dichten grauen Schleier gehüllt. Stefan saß mit Juliane und seinen Eltern beim Frühstück. Immer wieder blickte er aus dem Fenster, in der Hoffnung, dass sich der Nebel lichten und ein Strandspaziergang möglich werden würde. Er musste sich auf irgendeine Weise bis zum vereinbarten Treffen mit Mareike ablenken. Schon in der Nacht war er viele Male das Gespräch mit ihr durchgegangen, hatte seine Worte ausgewählt und seine Erklärungen bereitgelegt. „Wir müssen noch ...weiter

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Nur zögerlich ließ Stefan Mareike aus seinen Armen frei. Er wandte sich zu Juliane und beugte sich zu ihr herab um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. „Das ist Mareike – eine ganz, ganz liebe Freundin!“ Mareike hatte nur Stefans letzte Worte verstanden, „…ganz liebe Freundin!“ ‚So’, dachte sie, ‚ich bin also nur eine ganz liebe Freundin für dich!’ Abrupt drehte sich sich zu ihrem Vater um und sagte unüberhörbar laut, „komm’ lass uns nun endlich nach Hause fahren!“ Herbert Kramer zögerte, „willst du Stefan nicht fragen, wo er wohnt!“ „Nein!“ kam es ...weiter

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Herbert Kramer stand fast allein in der kleinen Ankuftshalle des Westerländer Flughafens. Einige mit Koffern bepackte Fluggäste liefen an ihm vorbei. Er hielt Ausschau nach seiner Tochter und endlich – Mareike kam durch die Halle. ‚Gut sieht sie aus!’ dachte er mit väterlichem Stolz. Er ging ihr einige Schritte entgegen und als Mareike ihn sah, stellte sie ihre Koffer ab, beschleunigte ihren Schritt und nahm ihren Vater in den Arm. Beide verharrten in inniger Umarmung ohne dass auch nur einer von ihnen ein Wort sagte. Mareike begann leise zu schluchzen, die innere Anspannung fiel ...weiter

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“Guck mal, Papa -  auf fast allen Autos ist ein Weihnachtsbaum!“, stellte Juliane erstaunt fest, als der Wagen mit Stefan, den Großeltern und ihr auf den Parkplatz zur Autoverladung  in Niebüll einbog. „Kann das daran liegen, dass bald Weihnachten ist!“, antwortete Stefan gut gelaunt. Stefan blickte sich um. Erstaunlicherweise standen doch einige Autos auf dem Parkplatz und warteten darauf, dass der Autozug nach Westerland beladen wurde. „Sind wir denn jetzt bald da?“ Juliane war ganz aufgeregt und ließ die Fensterscheibe des Autos  herunter. „Riech mal, Papa – das ...weiter

Entscheidungen

Herbert Kramer stand am Fenster seiner kleinen Wohnung in List auf Sylt. Er schaute hinaus in den klaren Dezembertag. Ein kalter Westwind hatte die Wolken vom Himmel gefegt. Strahlendes Blau schimmerte wie Seide über der Insel, die in diesen Tagen vor Weihnachten längst nicht so überlaufen war, wie während der Sommersaison. An den Stränden nutzten nur  wenige Touristen die momentane Beschaulichkeit der Insel, ließen die Seele baumeln, spürten wie der kalte Wind die salzhaltige Luft auf die Haut und auf die Lippen trug, wanderten durchs Watt oder durch die Dünen  und blickten bei ...weiter

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  • Der Schicksals-Code

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    Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der …


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    Sat, 18 Apr 2009

    Träume sind absolut. Unnötig. Quatsch. Illusion. Fern und doch so nah. Einmalig. Unwiderbringbar. Träume sind dein Glück. Sie bringen deine Gefühle in Bildern zurück. Sie erinnern dich an deine Wünsche. “Träume dich reich”, und du wirst nie wieder arm sein.

    Und wieder einmal ein Geburtstag, wieder ei …

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