Entscheidungen

An diesem Abend fand niemand so richtig in den Schlaf. Juliane überlegte, ob sie die Tante mit dem kleineren Weihnachtsbaum nett finden sollte. Eine Frau an Papas Seite hatte sie, außer ihrer Mama, noch nie gesehen. Papa schien sie sehr lieb zu haben, warum sonst hatte er sie in den Arm genommen und nicht mehr losgelassen? Und wen Papa lieb hatte, mochte auch Juliane. Sie musste beim Abendbrot mehrfach ihre Lippen fest zusammen pressen, um keine Fragen zu stellen, Oma und Opa durften ja nichts wissen und das hatte sie ihrem Papa versprochen. Stefans Eltern hatten eine seltsame ...weiter

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Nur zögerlich ließ Stefan Mareike aus seinen Armen frei. Er wandte sich zu Juliane und beugte sich zu ihr herab um ihr etwas ins Ohr zu flüstern. „Das ist Mareike – eine ganz, ganz liebe Freundin!“ Mareike hatte nur Stefans letzte Worte verstanden, „…ganz liebe Freundin!“ ‚So’, dachte sie, ‚ich bin also nur eine ganz liebe Freundin für dich!’ Abrupt drehte sich sich zu ihrem Vater um und sagte unüberhörbar laut, „komm’ lass uns nun endlich nach Hause fahren!“ Herbert Kramer zögerte, „willst du Stefan nicht fragen, wo er wohnt!“ „Nein!“ kam es ...weiter

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Herbert Kramer stand am Fenster seiner kleinen Wohnung in List auf Sylt. Er schaute hinaus in den klaren Dezembertag. Ein kalter Westwind hatte die Wolken vom Himmel gefegt. Strahlendes Blau schimmerte wie Seide über der Insel, die in diesen Tagen vor Weihnachten längst nicht so überlaufen war, wie während der Sommersaison. An den Stränden nutzten nur  wenige Touristen die momentane Beschaulichkeit der Insel, ließen die Seele baumeln, spürten wie der kalte Wind die salzhaltige Luft auf die Haut und auf die Lippen trug, wanderten durchs Watt oder durch die Dünen  und blickten bei ...weiter

Entscheidungen

Mareike hatte keine Ahnung davon, dass ihr Vater und Stefan gelegentlich telefonierten.  Ihr  Vater hatten den jungen Arzt ins Herz geschlossen und nicht vergessen, wie rührend er sich um ihn und Mareike nach dem plötzlichen Tod seiner Frau gekümmert hatte. Er hätte Stefan gern als seinen Schwiegersohn gesehen, aber er wollte seiner Tochter keine Steine in den Weg legen, als sie Deutschland wenige Wochen nach der Beerdigung wieder verließ, um ihr Leben weiterhin auf Teneriffa zu verbringen. Es war einsam für den alten Mann geworden, nachdem seine Frau ihn allein gelassen ...weiter

  • Der Schicksals-Code

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  • Ella's Geschichten


    Sun, 28 Jun 2009

    “Ich hab´keinen Bock mehr, verdammt, ihr könnt mich mal”, fluchte Merle vor sich hin, während sie die herumliegenden Zeitungen vom Fußboden ihrer Wohnung aufsammelte. Marc hatte – wie jeden Morgen – alles einfach liegen gelassen. Er kümmerte sich nie um die banalen Alltäglichkeiten in ihrer gemeinsamen Woh …


    Fri, 29 May 2009

    Neulich, an einem sehr heißen Tag im Sommer. Bea war zusammen mit drei Freundinnen in eine Wohngemeinschaft in einer Kleinstadt im Süden gezogen. Hier wollte sie nur für die Zeit des Studiums leben. Sie waren zu Viert in der Wohnung, jede von ihnen hatte ein etwa 13 Quadratmeter großes Zimmer, es gab eine kleine Wohnküche in der …


    Mon, 25 May 2009

    Caro ist umgezogen, endlich, endlich hatte sie die heißersehnte Dachmaisonettewohnung mit Blick auf den nah gelegenen Fluss bezogen. Nach langer Zeit hat sie mal wieder das Gefühl, angekommen zu sein. Sie hatte zahlreiche Wohnungen besichtigt, bis sie endlich diese, die schönste gefunden hatte. Während der Besichtigung dieser Da …


    Mon, 18 May 2009

    Grundsätzlich werden Männer vom Älter- und Einsamwerden überrascht, sie sind nicht darauf vorbereitet, achten auch nicht auf die ersten Anzeichen, nein, sie stellen urplötzlich fest, dass sie sich körperlich und gefühlsmäßig verändert haben. So auch der Großstadtprinz. Er lebt seit vielen Jahren in einem wunderschönen dur …


    Fri, 08 May 2009

    Kaum hatte Bella die Haustür aufgeschlossen, klingelte das Telefon, dreimal, viermal, wann hörte das Klingeln endlich auf, fünfmal, sechsmal, sie versuchte es zu ignorieren, sie wollte nicht mit ihm sprechen. Klar, er wusste, wann sie von der Arbeit nach Hause kam, er kannte ihren Tagesablauf, sie, ihre Gewohnheiten. Aber es war au …


    Sat, 18 Apr 2009

    Träume sind absolut. Unnötig. Quatsch. Illusion. Fern und doch so nah. Einmalig. Unwiderbringbar. Träume sind dein Glück. Sie bringen deine Gefühle in Bildern zurück. Sie erinnern dich an deine Wünsche. “Träume dich reich”, und du wirst nie wieder arm sein.

    Und wieder einmal ein Geburtstag, wieder ei …

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