Sag mir warum…
Regentropfen klopfen leise an das Fenster. Die Feuchtigkeit dringt durch das geöffnete Fenster. Sie liegt entspannt auf dem Bett und träumt. Träumt von Augenblicken, die sie nie vergessen wird, weil sie einfach einzigartig waren. Sie kann noch seine Küsse spüren und seine Hände, die sacht über ihren Körper gleiten. Gleich wird er wieder bei ihr sein und das Spiel der Leidenschaft wird dem Feuer Nahrung geben, welches in ihnen beiden heiß und fast zerstörerisch brennt. Wenige Momente werden es sein, die sie weit ab von der Realität genießen können.
Er ist endlich da und sie zündet die Kerzen an. Verführerisch gleitet sie zu ihm und schaut tief in seine Augen, die blau wie das Meer sind und die sie so liebt. Er nimmt sie zärtlich in die Arme und beide versinken in einen intensiven Kuss, der so sinnlich ist, dass die Erregung in beiden hochsteigt. Im Schein der Kerzen lieben sie sich mit einer Leidenschaft, die voller Verlangen und Ekstase ist. Eine Leidenschaft, die für beide neu und einzigartig ist.
Sehr viel später bei leiser Musik und Kerzenschein ziehen Schatten über sein Gesicht, die sie nicht deuten kann. Es ist ein schöner Abend. Der Regen hat der Luft den Duft des Frühlings zurückgebracht. Wie geschaffen für einen Ausflug in die Geheimnisse der Nacht. Für eine Nacht, die erst im Grauen des Morgens enden soll. Sie beide wollen es, brauchen es und ersehnen es. Doch es kommt nicht zu diesen gemeinsamen Stunden.
Beim Schein der Kerzen bricht er zusammen, weil es nicht sein darf, sie so zu lieben. Seine Augen sind traurig auf ihre gerichtet. Augen, die ihn faszinieren und alles vergessen lassen. Er zieht sie in seine Arme und küsst ihr Haar. „Ich liebe dich“, flüstert er leise und sie erkennt, dass es einen Abschied für immer geben wird.
Der Morgen graut und die Nacht war so viel anders, als beide es wollten.
Abschied für immer? Es gibt keinen anderen Weg. Für beide gibt es ihn nicht. Als er sie verlässt, schaut sie ihm mit tränenüberströmten Gesicht hinterher. Sie steigt in ihr Auto, verzweifelt und mit einem Schmerz, der so weh tut, dass alles in ihr zerbricht. Langsam fährt sie los. Erinnerungen kommen, Hilflosigkeit stellt sich ein, die kaum zu ertragen ist. Gestern war alles noch voller Hoffnungen. Einen Tag später gab es keine mehr. Sie trat auf das Gaspedal, Tränen liefen über ihr Gesicht und verschleierten den Blick. ‚Warum?’ fragte sie und steuerte das Auto auf einen Baum zu…
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