Wenn die Seele baumelt
Das Rauschen des Meeres nahm all ihre Sinne gefangen. Sie sah sich am feinsandigen Strand liegen, den Blick auf die Unendlichkeit des Meeres gerichtet. Das Geräusch der herantosenden Wellen wurde hin und wieder durch das aufgeregte Schreien der Möwen unterbrochen, die keck ihre Runden über ihr drehten.
Sie verlor jegliches Gefühl für Zeit und Raum. Selbst ihren Körper spürte sie kaum noch. Eine unendliche Leichtigkeit hatte sie ergriffen und das Gefühl, Seele und Körper in Einklang gebracht zu haben. Reglos verharrte sie dort, spürte die Atemwelle kommen und gehen.
Die Salzkristalle auf ihrer Haut hatten sich nahezu aufgelöst und der Schweiß rann ihr in kleinen Rinnsalen über den Körper, der sich trotz der Hitze angenehm kühl anfühlte. In dieser Haltung hätte sie verharren können, ein Hauch von Ewigkeit hatte sich auf ihre Seele gelegt.
Die Musik auf der CD wechselte vom Meeresrauschen zu sanfter Klaviermusik. Benommen öffnete sie die Augen und blinzelte im diffusen Licht der Kabine auf die Uhr an der Wand. Fünfzehn Minuten waren vergangen. Sie atmete tief durch, streckte die Arme nach hinten und setzte sich hin. Es wurde Zeit, unter die kalte Dusche und danach ins Tauchbecken zu gehen. Und nach einer ausgedehnten Ruhephase würde sie sich dem nächsten Saunagang widmen und eine neue Zeitreise in die Entspannung wagen.
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