Thu, 25 Jun 2009

Sie trägt dich im Bauch, sie trägt dich im Arm,

ein Kind wird von seiner Mutter in irgendeiner Weise

immer durchs Leben getragen.

Sie beschützt dich als Kind bei Tag und bei Nacht,

»GLÜCK«

Sat, 20 Jun 2009

Glück im Leben

gesellt sich gerne auf tieferen Ebenen

einfach dazu

macht sich nicht fest an Stellen oder Dingen,

Außen gar

Glück trägt …

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    Fröhliche Musik klang aus dem Radio – Melodien bei denen sie einfach mitpfeifen musste. Es war noch früh am Morgen – mit einer Tasse Kaffee und der Tageszeitung machte sie es sich noch im Schlafanzug auf dem Sofa gemütlich. Es war einer der wenigen Vormittage, der frei war und zum Verbummeln der Zeit einlud. Sie überflog die Überschriften des regionalen Teils der Zeitung, von denen nur einige ihr Interesse weckten und sie dann den gesamten Artikel las. Meist aber waren es Berichte über ländliche Ereignisse, die sie wenig spannend fand. So legte sie nach einiger Zeit die Zeitung aus der Hand, trank den schon fast kalten Kaffee in einem Zug aus, streckte sich einmal und erhob sich vom Sofa um ins Bad zu gehen. Sie freute sich auf eine warme Dusche, die ihre Lebensgeister nun völlig in Schwung bringen sollten. Ein neues Duschgel mit exotischem Duft stand bereit und während sie ihren Schlafanzug ablegte, summte sie die Melodie ‚Lucky Day’ aus dem Radio mit. Warmes Wasser prasselte auf ihren Körper, sie schloss die Augen und genoss die wohlige Wärme auf der Haut. Der Duft des Duschgels ließ sie an duftende Blüten denken. Mit kreisenden Bewegungen glitt ihre Hand über ihren Körper. Plötzlich hielt sie inne und trotz des warmen Wassers lief ihr eine Gänsehaut über den Rücken. Was war das? Noch einmal tastete sich ihre Hand suchend zu der Stelle, die sie eben berührt hatte. Vorsichtig, fast ängstlich strich sie über die Haut ihrer rechten Brust. Deutlich spürte sie eine kleine Verhärtung, nicht sehr groß, aber auffällig. Sie zuckte zusammen. Ein flaues Gefühl machte sich in ihrer Magengegend breit und sie musste würgen. Ihr Kopf war von einer Minute zur anderen nicht in der Lage einen klaren Gedanken zu fassen. Sie stellte das Wasser ab, griff sich den Bademantel, zog ihn an und setzte sich auf den Rand der Badewanne, da sie merkte, dass ihre Beine zitterten. ‚Keine Panik!’ versuchte sie sich selbst zu beruhigen. Erneut fuhr sie mit dem Zeigefinger der linken Hand über die Haut unter der rechten Brustwarze und noch einmal, immer wieder in der Hoffnung, sich geirrt zu haben. Es gab keinen Zweifel, da war etwas, was sie noch niemals vorher gespürt hatte. Sie schluckte, Tränen stiegen in ihre Augen und liefen ihr dann über die Wangen. Zu viel hatte sie schon in allen möglichen Zeitungen darüber gelesen – Knoten in der Brust – das erste Anzeichen der tödlichen Krankheit Krebs. Minutenlang wurde sie von einem Weinkrampf geschüttelt. Sie – warum gerade sie? Mit ihren nur 25 Jahren sollte sie sich nun mit Gedanken an eine tödliche Krankheit auseinandersetzen? Sie wollte leben, heiraten, eine Familie gründen – sollte das alles nur ein Traum bleiben? Wie mechanisch erhob sie sich und ging in das Wohnzimmer. Sie griff nach dem Telefon und wählte die Nummer ihrer Firma. Kurz und knapp, ohne weitere Erklärungen, meldete sie sich für den heutigen Tag krank. Danach tippte sie die Nummer ihres Hausarztes. ‚Einen Termin – heute? Unmöglich!’ – alles höfliche Bitten half nichts, die Arzthelferin blieb stur. „Es geht um Leben und Tod!“ schrie sie in das Telefon – Schweigen auf der anderen Seite der Leitung. „Heute – 17 Uhr – ja!  Vielen Dank!“ Es ging also doch! Noch endlos lange Stunden bis zum Termin lagen vor ihr – Zeit, in der sich die Gedanken nur um das eine Thema drehen würden. Immer wieder fiel ihr Blick auf die Uhr, deren Zeiger sich heute scheinbar nur im Schneckentempo bewegten. Sie lief durch ihre Wohnung, setzte sich und nahm ein Buch in die Hand um es dann nach wenigen Minuten wieder aus der Hand zu legen. Sie griff das Telefon – doch wen sollte sie anrufen? Wer würde ihr zuhören? Was sollte sie erzählen?  Sie verwarf den Gedanken, zog die Beine auf das Sofa und versank ins Grübeln. Ihre Gefühlswelt war zusammengebrochen; sie stand unter Schock. Das Gefühl des absoluten Alleinseins, obwohl sie Familie und Freunde hatte, umfasste sie. Das Klingeln des Telefons ließ sie hochschrecken, doch sie nahm das Gespräch nicht entgegen. Ihr Blick fiel auf die Uhr und sie musste feststellen, dass bereits mehrere Stunden vergangen waren und es nun  Zeit für den Arztbesuch wurde. Sorgsam wählte sie ihre Kleidung aus, schminkte sich dezent, um ihre Blässe zu verdecken und machte sich auf den Weg zum Arzt. Abgelenkt durch das Leben auf der Straße, gelang es ihr sogar, die Gedanken an eine möglicherweise lebensbedrohende Krankheit eine Zeit lang zu verdrängen, doch als sie die Praxis ihres Hausarztes betrat, hatte auch das beklemmende Gefühl von Panik sie wieder eingeholt. Die wenigen Minuten, die sie sich noch im Wartezimmer gedulden musste, schienen nur schleppend zu vergehen. Dann endlich saß sie ihrem Hausarzt gegenüber und trug ihm ihre Entdeckung und die daraus resultierenden Sorgen vor. Der Arzt hörte schweigend zu, machte hier und da ein paar Notizen, um sie schließlich nach einer gründlichen Untersuchung mit ruhiger Stimme über die Diagnose und den weiteren Verlauf der Behandlung zu informieren. Er machte ihr Mut – sie sei rechtzeitig zur Behandlung gekommen, zeigte ihr die positiven Aspekte des Befundes und die beträchtlichen Chancen auf vollständige Heilung auf. Obwohl sie die Bestätigung ihrer Vermutung doch wie Blitzschlag traf, bewahrte sie nun die Fassung. Ja – sie wollte leben! Dafür würde sie auf das Wissen und Können der Ärzte vertrauen und ihnen glauben. Die genauere Therapie würde in den nächsten Tagen festgelegt werden. Als sie die Praxis verließ, liefen Tränen über ihr Gesicht – die Anspannung der letzten Stunden löste sich; sie fühlte sich durch die einfühlsame Art ihres Arztes seelisch gestärkt. Schritt für Schritt würde sie alles daran setzen, das Ziel zu erreichen und die Krankheit in ihrem Körper zu besiegen.

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    December 15, 2009 | Filed Under - Ganz nah am Leben, Manja 

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