Thu, 25 Jun 2009

Sie trägt dich im Bauch, sie trägt dich im Arm,

ein Kind wird von seiner Mutter in irgendeiner Weise

immer durchs Leben getragen.

Sie beschützt dich als Kind bei Tag und bei Nacht,

»GLÜCK«

Sat, 20 Jun 2009

Glück im Leben

gesellt sich gerne auf tieferen Ebenen

einfach dazu

macht sich nicht fest an Stellen oder Dingen,

Außen gar

Glück trägt …

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  • Eiseskälte

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    Dick vermummt und mit hochgezogenen Schultern huschen die Menschen in der einbrechenden Dunkelheit durch die Gassen der kleinen Stadt. Das Thermometer sinkt auf Temperaturen, die wirklich jeden von wärmenden Sonnenstrahlen träumen lassen. Niemand hält sich länger als nötig in der kalten Luft auf und sucht Schutz in einem wohlig warmen Zuhause.
    Mein Blick fällt auf eine zusammengekauert, in einem Hauseingang sitzende Gestalt. In diesem Moment beginne ich, trotz warmer Kleidung, zu frösteln und verlangsame meinen Schritt. Unsicher, was in diesem Moment die richtige Initiative wäre, bleibe ich schließlich vor einem Schaufenster stehen. Hilfesuchend blicke ich mich um, aber die wenigen Menschen, die noch die Gasse bevölkern, beachten weder die Gestalt im Hauseingang noch mich.
    Meine Gedanken kreisen um die vor den anhaltenden Minusgraden Schutz suchende Person. Was für ein Schicksal verbirgt sich hier? Welche Umstände in diesem Leben gibt es, die den Verlust der Wohnung nach sich ziehen? War es Selbstaufgabe – nach dem Verlust des Partners oder des Arbeitsplatzes – die diesen Menschen die Entscheidung treffen ließen, sich aus der Gesellschaft durch ein Leben auf der Straße zu isolieren? Ich werde die Antworten auf diese Fragen wohl nicht bekommen – trotzdem sorge ich mich um diese Person, von der ich nicht einmal erkennen kann, ob es eine Frau oder ein Mann ist.
    Aber allein bin auch ich hilflos! Jetzt wird mir die Kälte in unserer Gesellschaft bewusst – ich fühle mich wie gelähmt, kann meinen Weg nicht einfach so fortsetzen.
    Während ich selbst mit mir kämpfe und angestrengt überlege, wie ich helfen könnte, öffnet sich eine Ladentür und der Inhaber geht mit einer dampfenden Tasse auf die noch immer am Boden unbeweglich kauernde Person zu. Ob es seine leisen Worte sind oder der Duft des frischen Kaffees – plötzlich kommt Leben in die Gestalt. In diesem Moment blicke ich in zwei dankbar leuchtende Augen, sehe zitternde Hände nach dem Kaffeebecher greifen und höre ein heiseres „Danke“.
    Zögerlich gehe ich auf beide Personen zu. Zwei Augenpaare beobachten mich zuerst zweifelnd, dann erstaunt und stellen mit Verwunderung fest, dass ich der erste Passant sei, der nicht so einfach vorbeigegangen ist.
    Der Inhaber des kleinen Ladens beruhigt mich. Für warme Getränke und entsprechendes Essen will er sorgen und ein befreundeter Taxifahrer wird während der Nachtschicht immer mal wieder vorbeifahren und sein Taxi zum Aufwärmen zur Verfügung stellen.
    Die Ehrlichkeit und Bestimmtheit dieser Aussagen überzeugt mich und ich setze meinen Weg fort. Mein aufsteigendes Kältegefühl hat sich während des Gesprächs in ein wohlig warmes Gefühl gewandelt – es ist gut zu wissen, dass in diesem Fall für Hilfe gesorgt ist.
    Ich blicke auf zum sternenklaren Himmel, fühle meinen Atem in der kalten Luft und wünsche mir, dass es auch für andere, unter der Kälte leidende Obdachlose, besorgte Menschen gibt, die in diesen kalten Tagen, mit ihrer Hilfe ein wenig Wärme in die Welt bringen.
     

     

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    February 10, 2010 | Filed Under - Ganz nah am Leben, Manja 

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